019 #FragSidepreneur: Wie mache ich mich erfolgreich als Speaker selbständig?

Philipp fragt:  “Ich bin für mein Thema inzwischen als Experte bekannt. Ich möchte mir als Speaker nebenberuflich einen Zuverdienst aufbauen. Wie kann ich das Thema angehen und starten?”

Die Antwort jetzt als Podcast hören oder lesen:

Peter: Die Antwort erfolgt logischerweise von Felix, weil das für ihn quasi sein täglich Brot ist. 🙂

Speaking und Vorträge als 4h Side-Business

Felix: Das ist eine spannende Frage weil es gut funktioniert, im 4h Side-Business als Speaker aufzutreten und Vorträge zu halten. Der Zeitaufwand, den man dafür braucht, ist z.B. klar definiert.

Teilweise auch sehr gut bezahlt, also ein spannendes Thema!

Wenn Philipp schon als Experte wahrgenommen wird und auch schon für Interviews angefragt wird, vielleicht auch schon für unbezahlte Vorträge angefragt wird, dann ist er schon sehr weit.

 

Der erste Schritt: Sichtbarkeit

Ansonsten wäre der erste Schritt erst einmal Sichtbarkeit!

Bau` Dir eine Landing-Page, eine Präsenz, das Leute sehen können, was Dich auszeichnet.

Wenn Du auf felixploetz.com gehst, findest Du eine Seite, auf der ich klar mache, dass ich Vorträge halte. Außerdem welche Kunden ich gehabt habe, wo ich gewesen bin, Bilder und Videos usw..

Das ist an der Stelle eine Landing-Page, wie für jedes andere Produkt auch.

Wir reden eigentlich in jeder Folge über Startup Thinking und über Probleme, Empathie mit Deinen Kunden und Problemlösungen, das gilt an der Stelle eben auch.

 

Positionierung

Dann geht es an die Positionierung.

Was ist Dein Thema? Bist Du der einzige Experte? Was ist an Deiner Story gerade spannend? Was sind Deine Vorträge? Welches Problem lösen Deine Vorträge, was bringen die? Machen die eine Organisation innovativer, agiler? Redest Du über Kreativität?

Immer die Brille aufhaben: Wer ist mein Kunde und was kann ich für Dich tun? Sei extrem kundenfokussiert!

 

Die Zielgruppe definieren

Das muss nicht en Detail sein. Die Zielgruppe ist bspw. Firma Müller oder BMW oder AUDI. Grundsätzlich musst Du schon ein Bild haben, “wo bin ich und was kann ich bieten”.

Peter: Jetzt bist Du selbst auch als Speaker tätig neben Deinem Autoren-Dasein. Wie hast Du denn konkret den ersten Schritt gemacht?

 

Buch von Felix Plötz: Traumberuf Keynote Speaker
Buch von Felix Plötz: Traumberuf Keynote Speaker

Landing-Page

Felix: Als das Buch Palmen in Castrop-Rauxel herauskam, haben wir durch die Presse sehr viele Interviewanfragen bekommen. Ich habe dann eine ganz simple Landing-Page erstellt, mit ein paar Bilder von mir, mit einem was mich ausmacht und was meine Themen sind. Ich könnte jetzt nicht über Ausdauersport und Motivation im Sport reden, aber ich kann über ganz viele Themen reden wie Digitalisierung, wie Kundenmodelle, wie Vertrieb usw.

Das habe ich auf der Seite dargestellt.

Ich war gerade zu der Zeit auf Ibiza für einen Monat, um spanisch zu lernen. Plötzlich bekam ich eine Mail mit einem Anfrage Formular. Das war die erste Kundenanfrage für einen bezahlten Vortrag.

 

Welchen Mehrwert kann ich bieten?

Ich erinnere mich noch sehr gut daran! Ich saß in Ibiza in einem Kaffee, habe mit dem potenziellen Kunden geskyped und habe ihnen erklärt, was der Mehrwert ist, den ich als Speaker für die Veranstaltung bringe.

 

Eine gute Vorbereitung

Es ist dann im nächsten Schritt auch wichtig, dass man sich extrem gut vorbereitet. Du musst Dir vorstellen, da sitzen 100, 200 oder auch 500 Leute vor Dir. Sie schenken Dir 20, 30 Minuten ihrer Aufmerksamkeit. Addiere das als zeitliches Minimum für deine Vorbereitungszeit auf.

Gehe nicht mit der Einstellung hin: “das schüttel ich aus dem Ärmel”, so wie du es vielleicht bei Referaten in der Uni gemacht hast.

Das ist zu wenig. Du musst richtig gut sein!

 

Bühne macht Bühne

Wenn Du das schaffst und die Basis gelegt ist, dann gibt es einen Grundsatz:

Bühne macht Bühne! Das erlebe ich immer wieder.

Peter: Erklär das mal ein bisschen.

Felix: Letztes Jahr im Herbst war ich als Speaker bei der Landesbank Baden-Württemberg. Ein Publikum mit 200 Leuten,  Geschäftsführer der Sparkassen deutschlandweit.

Gerade gestern habe ich zwei Speaker Anfragen bekommen, von Leuten, die auf dieser Veranstaltung waren und sagen: “Ich habe sie selbst letztes Jahr bei der Veranstaltung gesehen”, dann weißt Du, wenn Du ein spannendes Publikum hast und einen guten Job machst, das sich das auch potenzieren kann.

Peter: Ähnlich wie bei anderen guten Produkten.

Bei dir kam ja die erste Frage relativ “passiv” durch dein Buch.

Bist Du an irgendeinem Punkt in die aktive Vermarktung deiner Vorträge gegangen? Hast Du als Speaker neben “Bühne macht Bühne” noch andere Vertriebswege probiert, um Dich als Speaker bei Unternehmen unterzubringen?

Nein, ich habe nie irgendwo angerufen, eine Mappe hingeschickt oder so etwas zu einer Veranstaltung. Das kann funktionieren, ich bin in solchen Cold Calls einfach schlecht, ich kann das nicht. Das ist alles zu mir gekommen.

 

Speaking ist ein Business

Peter: Kam das dann nur über deine eigene Präsenz oder hast du dich durch Agenturen oder Agenten vermarkten lassen? Wie kann man sich das vorstellen?

Felix: Man muss natürlich irgendwann, wenn man das ernsthaft machen will, das auch professionalisieren und den Leuten klarmachen, dass sie eine Leistung einkaufen. Es ist nicht, “hey Peter, komm mal vorbei, halt mal einen Vortrag”. Es ist ein Business und Du machst das mit der entsprechenden Professionalität.

Ich habe mittlerweile eine unternehmensartige Struktur, ich habe eine Assistentin, die mittlerweile die Angebote schreibt usw.. Man muss man sich auf allen Kanälen professionalisieren.

Wahrscheinlich dann auch hier wieder der Schritt – die Frage war, “wie kann ich das nebenberuflich starten” –

ABER wie wir das auch schon oft in anderen Fällen gesagt haben, irgendwann kommt der Punkt, wenn es gut läuft und Du Dich gut positioniert hast, dass Du dir überlegen musst wie groß dieses Business werden soll.

Denn dieses Geschäftsmodell ist an deine Person und Zeit gebunden.

 

Bleib mit Deinen Kunden in Kontakt

Es ist am Anfang wichtig, dass Du die Strukturen schlank hält und dass Du mit Deinen Kunden in Kontakt bist. Du musst verstehst, warum Dich jemand für einen Vortrag anfragt und warum er gerade Dich als Person angefragt hat.

Was hat ihn angezogen? was hat Dich herausstechen lassen? Wie war Dein Vortrag? Waren sie glücklich, haben die sich etwas anderes vorgestellt?

 

Guter Kundenservice ist Service für Dich

Das habe ich im 4 Stunden Startup allgemein als Rat gegeben habe, verstehe den Kundenkontakt. Cold Calls und Kunden etwas aufschwatzen mache ich nicht, das habe ich auch nie gemacht. Verstehe guten Kundenservice als Service für Dich selbst, sodass Du Dein Produkt besser machen kannst.

Peter: Cool, da sind wir auch schon relativ tief in das Thema eingestiegen, wenn Ihr da noch weitere Fragen habt, schickt sie uns. Dann können wir sie sicherlich auch noch spezialisiert beantworten.

Bevor wir jetzt enden möchte ich aber noch eine Sache fragen:

Felix: Ich soll einen Vortrag für Dich halten?

 

Bestätigt sich die Zielgruppe?

Das sicherlich auch, wenn wir die erste Sidepreneur Konferenz ins Leben rufen. Dann bist Du dabei, wenn Du das möchtest!

Ich würde Dich gerne noch fragen, Du hast es anfänglich von dieser Folge gesagt, dass Du Dir eine genaue Zielgruppe überlegt hast. Hat die denn am Ende auch mit der übereingestimmt, die Du später entwickelt hast?

Absolut! Meine Zielgruppe für die Vorträge sind etablierte Unternehmen.

Unternehmen wie AUDI, BMW, Lufthansa, aber es ist auch eine Müller und Meier KG, die vielleicht nur 500 Mitarbeiter haben, aber den Startup Spirit bei sich brauchen, weil sie gemerkt haben, dass sie nicht mehr so schnell, nicht mehr so aktiv, nicht mehr so innovativ sind, wie es sein sollten.

Das war für mich die Zielgruppe und die hat sich komplett bestätigt.

Danke für den tollen Schlusspunkt!

 

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