Gründen mit grünem Gewissen: Interview mit Karim Abdel Baky von ReGreen

In diesem Podcast-Interview hat Peter den Co-Founder von ReGreen Karim Abdel Baky zu Gast. Er nimmt uns mit auf die Reise, wie er mit Mitschülern das Social Startup ReGreen gegründet hat und auch heute als Sidepreneur neben dem Studium aufbaut.

Er ist auf einer Mission: den CO2 Ausstoß zu verringern!

 

Du willst lieber lesen? Kein Problem!

Peter: Ich begrüße euch zu einem neuen spannenden Interview im Sidepreneur-Podcast. Ich habe heute Karim Abdel Baky zu Gast. Er ist Co-Founder von Mindfulflights und ReGreen. Hallo Karim!

Karim: Servus Peter! Vielen herzlichen Dank für die Einladung.

Peter: Stell’ dich bitte kurz vor und erzähl’ etwas zu deiner Person und zu deinem Unternehmen, das du mitgegründet hast.

Startup ReGreen – in der Schule gegründet

Karim: Sehr, sehr gerne. Ich sitze hier in Wien. Ich bin 22 Jahre alt. Wir haben unser Social Startup ReGreen noch aus der Schule heraus gegründet. Es läuft glücklicherweise sehr gut. Wir konnten schon einige große Kunden wie u. a. Mitsubishi, das Europäische Forum Alpbach und zahlreiche Privatkunden für unseren Service gewinnen.

 

CO2-Emissionen berechnen, reduzieren, kompensieren

Was wir anbieten ist kurz gesagt: Wir berechnen CO2-Emissionen, versuchen aktiv CO2-Emissionen zu reduzieren, indem man den Prozess effizienter gestaltet oder bei einem Produkt beispielsweise eine Zutat substituiert, die weniger CO2-intensiv ist und dann versuchen, die Emissionen, die nicht vermieden werden können über öko-soziale Klimaschutzprojekte zu kompensieren.

Sprich auszugleichen, wodurch man einen Service, eine Dienstleistung oder ein Produkt als CO2-neutral durch Kompensation zertifizieren.

Das Gleiche bieten wir auch für Privatpersonen an. Beispielsweise kann man über unsere Plattform Mindfulflights seine Flug-Emissionen berechnen und dann kompensieren. Noch kurz zum Hintergrund: Wie gesagt, unser Startup wurde bereits in der Schule gegründet. Wir studieren jetzt und sind mittlerweile bereits acht Personen im Team, die bei ReGreen bzw. Mindfulflights arbeiten.

Peter: Sehr spannend! Du hast gerade gesagt, dass du 22 Jahre alt bist. Ihr habt die Idee neben der Schule gehabt. Wir unterscheiden ja auch zwischen Sidepreneuren. Ihr wart hauptberuflich Schüler, jetzt Studenten und habt nebenbei gegründet.

 

Wie kommt man während der Schule auf so eine Idee?

 

Karim: Ich würde es fast so sagen: Wir waren eigentlich nebenbei in der Schule und haben hauptberuflich unser Startup gemacht, weil sehr, sehr viel dort reingeflossen ist. Wir hatten auch die eine oder andere Fehlstunde, aber glücklicherweise war unsere Direktorin sehr positiv gesinnt und hat es für gut geheißen, dass wir die Ideen und Konzepte, die wir in der Schule lernen gleich in die Realität umsetzen.

Angefangen hat es so: Ich war mit meinen Co-Foundern in derselben Klasse auf einer Handelsakademie. Das ist in Österreich eine Spezialisierung – vergleichbar mit einem Business-College – und unser Ausbildungsschwerpunkt war Entrepreneurship. Wir hatten in der zweiten Klasse, da waren wir 16 Jahre alt, die Aufgabenstellung einen Business-Plan zu schreiben und eine Idee zu entwickeln. Wir haben uns damals gedacht, dass dies eine richtig coole Möglichkeit ist und – wenn wir das schon machen dürfen – dann lass uns gleich probieren, ob wir unsere eigene Idee oder zumindest einen Ansatz entwickeln können. Ich glaube, den Begriff Startup haben wir damals noch überhaupt nicht gekannt.

 

Die Motivation: Benefit für die Umwelt schaffen

Wir waren 16-jährige Schüler, hatten aber eine starke Motivation einen Benefit für unsere Umwelt zu schaffen. Wir haben uns viel dazu überlegt und sind schlussendlich bei der Idee hängengeblieben, nämlich es Menschen und auch Unternehmen möglich zu machen, CO2-Emissionen zu berechnen und zu reduzieren. Dann haben wir zwei Jahre lang an dieser Idee gearbeitet und ein Business-Modell entwickelt. Aus dieser Idee wurde dann ReGreen. Als wir 18 Jahre alt waren, haben wir noch in der Schule eine GmbH gegründet.

Peter: Ich habe auch das erste Mal während der Schulzeit gegründet. Euren Ansatz finde ich sehr bemerkenswert. Auch, dass es in Österreich die Möglichkeit gibt, einen Schwerpunkt auf Entrepreneurship in der Schulzeit zu legen finde ich super spannend. Das ist mir hier in Deutschland in keinem Bundesland bekannt. Hier wirst du eher zum Angestellten ausgebildet, egal welche Schule du besuchst.

Können wir ein bisschen ausführlicher auf euren Ansatz eingehen. Zum einen berechnet ihr die CO2-Emissionen oder die Nutzer können es selbst tun – erklär uns bitte, wie das in der Praxis aussieht.

 

Einen CO2-Fußabdruck hat jeder

Karim: Grundsätzlich kann man es sich so vorstellen, dass jeder Mensch und jedes Unternehmen einen CO2-Fußabdruck hat. Das Ganze wird Carbon Footprint genannt. Den berechnen wir sowohl für einzelne Produkte für Unternehmen als auch für das genannte Unternehmen. Lass uns das Beispiel eines Eistees eines unserer Kunden, einer österreichischen Getränkefirma “all i need” hernehmen.

Dort haben wir die CO2-Emissionen der gesamten Wertschöpfungskette bilanziert und wissen, wie viele Emissionen stößt dieses Produkt in der gesamten Wertschöpfungskette aus.

Die Emissionen berechnen wir nach dem international gültigen GHG Protocol und haben auch in der Berechnung der CO2-Emissionen, der Treibhausgas-Emissionen eine wissenschaftliche Partnerschaft mit dem österreichischen Umweltbundesamt. Das ist die eine Seite bei Unternehmen.

Für Privatkunden haben wir die Möglichkeit, dass man sich selbst seine Emissionen berechnen kann. Beispielsweise wenn man fliegt, kann man auf unserer Plattform mindfulflights.com gehen und berechnet dort seine CO2-Emissionen, indem man seinen Abflughafen und Ziel-Destination eingibt. Auf Basis dieser Daten berechnen wir die CO2-Emissionen pro Sitzplatz – das ist wichtig zu sagen.

 

Unsere Mission: Emissionen vermeiden

Allerdings ist unsere Mission, Emissionen zu vermeiden und zu vermindern!  Ich hatte ja kurz das Beispiel genannt mit dem Getränkehersteller. Da war es so, dass eine Zutat einen extrem hohen CO2-Ausstoß am Gesamtanteil hatte und zwar war es der Agavendicksaft, weil er wahnsinnig energieintensiv eingekocht wird. Wir haben dann Vorschläge gemacht, wie man den CO2-Ausstoß senken kann, indem man den Agavendicksaft durch österreichischen Rübenzucker substituiert.

“all i need” ist ein Unternehmen, das einen Bio-Eistee herstellt und deshalb ist ihnen der ökologische Fußabdruck sehr wichtig. Sie haben dann aktiv die Emissionen reduziert indem Agavendicksaft durch österreichischen Rübenzucker substituiert wurde. So wurde der Anteil der Emissionen vor der Kompensation verringert. Erst dann wurden die unvermeidbaren Emissionen kompensiert. Ein Siegel auf der Flasche kennzeichnet die CO2-Neutralität.

Unsere Vision ist es das Fairtrade für CO2 Kompensation zu werden und unsere ganz große Vision ist es das Google der Umwelt zu werden.

Genau für dieses Konzept – das Vermeiden und Verhindern – treten wir auch bei Privatpersonen ein. Wir möchten dazu anregen, so wenig wie möglich zu fliegen, weil das Fliegen einen extrem hohen CO2-Ausstoß hat.

 

So funktioniert die Kompensation der CO2-Emissionen

Und jetzt gehe ich auf den Part der Kompensation ein. Das kann man sich so vorstellen, dass man Klimaschutzprojekte unterstützt, die den exakten CO2-Ausstoß an einem anderen Ort ausgleichen.

Beispielsweise durch ein Wald-Aufforstungsprojekt. Unsere Klimaschutzprojekte sind alle von internationalen und unabhängigen Standards zertifiziert, z. B. von der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen. Diese Zertifikation garantiert, dass die Vermeidung von klimaschädlichen Treibhausgasen tatsächlich stattfindet und diese Standards unabhängig überprüft werden.

Peter: Mich würde interessieren, wie wichtig es in der Außenwirkung ist – egal, ob man sich an Einzelpersonen oder Unternehmen richtet – Partnerschaften einzugehen oder Zertifikate zu haben? Ich stelle es mir ein bisschen schwierig vor, gerade wenn man frisch gegründet hat mit den Organisationen wie z. B. dem Umweltbundesamt in Kontakt zu treten.

 

Wie seid ihr vorgegangen im Hinblick auf Zertifizierungen und Partnerschaften?

Karim: Wichtig bei den Klimaschutzprojekten: Die setzen wir nicht selbst um, sondern wir arbeiten direkt mit den Projektumsetzern zusammen und sind bei einigen Klimaschutzprojekten direkt beteiligt. Die Klimaschutzprojekte sind von Dritten zertifiziert wie beispielsweise von der UN oder “The Gold Standard”. Das sind die beiden höchsten Standards im Carbon Off-Setting.

Bezüglich Partnerschaften: Teilweise haben wir ganz frech angerufen oder die Unternehmen angeschrieben, uns vorgestellt und wegen einer Zusammenarbeit angefragt. Das hat ganz gut funktioniert.

Peter: Ja, da ist wieder dieser Punkt: Einfach mal machen.

Karim: Genau!

Peter: Ihr habt ja Partnerschaften und gewisse Zertifikate. Wie ist euer Beratungsansatz? Ihr geht auf ein Unternehmen zu wie im Beispiel mit dem Agavendicksaft. Das ist ja durchaus auch eine Beratungsdienstleistung.

 

Beratung für Unternehmen und Privatpersonen

Karim: Das ist richtig. Der Ablauf ist so, dass man zuerst die Emissionen berechnet, dann versucht aktiv Emissionen zu reduzieren. Bei Unternehmen habe ich das Beispiel eh schon gebracht. Aber auch Flugreisen kann man durch Bahnfahrten substituieren oder mehr Video-Konferenzen einführen und so versucht, aktiv den CO2-Ausstoß zu senken. Und dann eben dadurch, dass man Klimaschutzprojekte unterstützt, die den CO2-Ausstoß kompensieren.

 

Welchen Benefit bieten Klimaschutzprojekte?

Dazu möchte ich ein, zwei unserer Projekte vorstellen. Eines davon ist in Peru. Das ist ein Waldschutzprojekt und ein Wiederaufforstungsprojekt. Im ganzen Projektgebiet werden mehr als eine Million neue Bäume gepflanzt und dadurch werden CO2-Emissionen eingespart.

Das Schöne an diesen Projekten ist generell, dass wir nur ökosoziale Projekte unterstützen. Das sind Klimaschutzprojekte, bei denen sowohl CO2-Emissionen eingespart werden als auch die lokale Bevölkerung davon profitiert. Beispielsweise, indem Arbeitsplätze geschaffen werden oder Menschen sauberes Trinkwasser erhalten und Kinder zur Schule gehen können. Einer dieser Benefits in Peru ist, dass im Projektgebiet eine Fair Trade- und Kakao-Kooperative gegründet wurde und für die Einwohner dort Arbeitsplätze schafft.

Das ist die ganz starke Motivation, die wir mit unseren Klimaschutzprojekten haben – dass wir sowohl Emissionen einsparen als auch den Lebensstandard der Menschen vor Ort unterstützen.

 

Liegt eure Zielgruppe im B2B- oder im B2C-Bereich?

Peter: Du hattest gesagt, ihr habt sowohl eine B2B- als auch eine B2C-Zielgruppe und seid ein relativ überschaubares Team im Sinne der Personenanzahl. Wo liegt denn aktuell euer Fokus? Sind es eher Unternehmen, die ihr beratet oder sind es Einzelpersonen, denen ihr helfen wollt, einen besseren Fußabdruck zu haben.

Karim: Sowohl als auch. Wir können nicht sagen, dass wir derzeit stärker B2B oder B2C ausgerichtet sind. Mit unserem Service von Mindfulflights erreichen wir Menschen auf der ganzen Welt. Wir haben unsere Plattform vor vier Monaten gelauncht und haben täglich Kunden von überall her wie z.B. aus den USA oder aus Europa. Es gibt keine Limitation. B2B-mäßig stehen wir in spannenden Verhandlungen mit großen Unternehmen. Klimaschutz und generell Umweltschutz ist ein extrem wichtiges Thema. Wir glauben, dass wir mit unserer Leistung einen wichtigen Beitrag dazu bringen.

Peter: Wie geht ihr dann vor? Sind es unterschiedliche Ansätze bei B2B oder B2C?

 

Zertifizieren und Kommunizieren

Karim: Wenn man über uns kompensiert, erhält man ein Zertifikat, das man über Social Media teilen kann – vor allem auf Instagram werden die Storys gepostet – und auf diesem Zertifikat wird der exakte positive Impact dargestellt.

Beispielsweise pro kompensierter Tonne schützt man dadurch 50 qm Regenwald, ermöglicht acht Menschen in Indien saubere Energie und fünf Menschen in Bangladesch bekommen sauberes Trinkwasser. Viele Leute teilen das auf Social Media und dadurch haben wir einen Netzwerk-Effekt generiert, indem wir unseren Kunden zeigen “Hey, ich kompensiere meine Emissionen”, “Tu’ du das doch auch”.

Das ist ein Punkt und der zweite ist, dass wir mit nachhaltigen Influencern zusammenarbeiten, die ihre Flüge über uns kompensieren und das wiederum ihren Followern erzählen.

Peter: Das heißt, ihr setzt aktiv auf Weiterempfehlungen. Kannst du uns eine Größenordnung geben, wie viele Leute ihr aktuell erreicht?

Karim: Es ist natürlich ganz unterschiedlich. In Österreich gibt es eine bestimmte Limitation, aber wir gehen derzeit in die USA, arbeiten mit Influencern zusammen. Wir haben glücklicherweise auch in Deutschland Influencer, die mehr als eine Million Follower haben. Dadurch erreichen wir sehr viele Menschen mit unserem Service.

Peter: Weshalb habt ihr euch für den nachhaltigen Ansatz entschieden, euer Social Startup zu gründen? Was war euer Beweggrund, genau diese Art von Startup zu gründen?

 

Klimaschutz – ein extrem wichtiges Thema, nicht erst seit gestern!

Karim: Wir sind eben damals in der Schule gesessen und hatten die intrinsische Motivation einen Beitrag zu diesem Riesenproblem des Klimawandels zu leisten. Wir glauben, dass jeder aktiv Emissionen reduzieren muss. Das war die Motivation, dass man Menschen und Unternehmen eine Plattform bietet, die aufzeigt welche Emissionen verursacht sind derzeit und wie sie diese aktiv vermindert werden können.

Wir bauen gerade eine Plattform, bei der man seinen CO2-Ausstoß als Privatperson im täglichen Leben berechnet und aktiv Verbesserungsvorschläge bekommt, indem man aufzeigt “Das machst du gut, aber hier hast du noch Verbesserungspotenzial”. Für uns war es immer schon klar, dass wir uns in diesem Bereich Klimaschutz und Umweltschutz betätigen wollen.

Peter: Sehr stark! Das war übrigens auch einer meiner Gründe, der mich sehr neugierig auf euch gemacht hat. Ich bin früher oft von der Firma aus geflogen und habe aktiv danach gefragt, dass mir von der Firma die Zugreisen gebucht werden und nicht der Flug. Gerade in den letzten ein, zwei Jahren hat sich doch sehr viel getan. Ich kann mir vorstellen, dass sich diese öffentliche Aufmerksamkeit – wir haben das z. B. auch bei den Europawahlen gesehen und durch die “Fridays For Future-Bewegung” – sehr positiv auf eure Entwicklung ausgewirkt hat. Wie siehst du das?

 

Problemlöser in Sachen Umweltbewusstsein – Die Zeit ist reif

Karim: Definitiv! Es heißt ja so schön, das richtige Timing bei Startups ist entscheidend und wir sehen einfach jetzt, dass die Zeit extrem reif ist. Das ist auch der Grund, weshalb wir Mindfulflights gelauncht haben, weil Kunden auf uns zugekommen sind und gesagt haben “Hey, ich finde euer Unternehmen cool, ich möchte meine Flug-Emissionen bei euch berechnen oder ich möchte berechnen, wie viele Emissionen stoße ich generell aus”. Bei uns war es so, dass aktiv Kunden auf uns zugekommen sind und nachgefragt haben. Da haben wir gewusst, dass ein großer Need da ist. Deswegen ist jetzt die Zeit optimal.

Peter: Wenn wir uns zum Ende des Podcast-Interviews bewegen, stelle ich immer gerne eine schnelle Fragerunde. Ich möchte dich bitten, einen Satz zu vervollständigen, um zu sehen, was bei dir sofort in den Kopf schießt.

Karim: Ich bin bereit.

 

Eine schnelle Fragerunde mit Karim

Peter: Unternehmertum ist für mich …

Karim: Unternehmertum ist für mich, gesellschaftliche und soziale Probleme zu lösen.

Peter: Die größte Herausforderung businessseitig war für mich, für uns …

Karim: Für mich persönlich war es, Startup und Studium an der Universität, alles unter einen Hut zu bringen.

Peter: Dazu ganz kurz, weil du es eben nochmal betont hast mit Uni und Startup. Wie bringst du alles unter einen Hut? Welche Lösung hast du für dich gefunden?

Karim: Ich glaube, es ist einfach viel, viel Arbeit und eine gewisse Disziplin, die Sachen sofort zu erledigen. In der Uni gleich mit zu lernen und beim Startup teilweise schon vorher zu arbeiten, bevor ich in die Uni fahre. Es nicht einfach, aber ich bringe es derzeit ganz gut unter einen Hut und bin happy.

Peter: Neben dem Willen es hinzubekommen – gibt es ein Tool, das dir hilft das Ganze zu organisieren – das Zeitmanagement?

Karim: Natürlich trage ich meine Aufgaben in gewisse Tools ein. “Wunderlist” zum Beispiel oder Google Doc oder Google Kalender, bei dem ich mein Time Table plane und weiß, wann ich was zu tun habe. Ich glaube, ohne eine gewisse Selbstorganisationsfähigkeit oder auch Selbstdisziplin geht es nicht.

Peter: Jetzt noch eine dritte Frage. Mich treibt jeden Tag … an?

Karim: Was mich wirklich sehr antreibt, zu sehen, welchen ökologischen und sozialen Mehrwert wir mit unseren Klimaschutzprojekten liefern.

 

Was sind deine wichtigsten Tipps für einen angehenden Gründer?

Karim: Das Wichtigste, wenn man eine Startup-Idee im Kopf hat ist, ehrlich zu sich selbst zu sein und zu wissen, dass ist erstmal nur eine Idee oder im Moment eine Hypothese. Um herauszufinden, ob dieses Problem ein wirkliches Problem für den Kunden ist, ganz nah mit dem Kunden zusammenarbeiten und dabei klären: Bietet das, was ich mir vorstelle einen wirklichen Mehrwert für meinen Kunden?

Und immer ehrlich zu sich selbst sein und auch weiter an der Idee arbeiten. Zu wissen, dass es am Anfang alles nur Hypothesen sind und dass man diese Hypothesen testen muss. Am besten natürlich ganz nah und ganz schnell mit der Zielgruppe. Letztendlich braucht man auch einen gewissen Speed. Wenn man z. B. weiß, dass es im Moment nicht die beste Lösung ist, dass man gleich andere Möglichkeiten testet.

Peter: Also ganz gezielt gleich mit der Zielgruppe sein Produkt entwickeln.

Karim: Und vor allem zu testen und nicht schon das fertige Produkt entwickeln und immer wieder kleine Tests zu machen, um vor allem zu verstehen, wo das Problem der Zielgruppe ist. Welches Problem will meine Zielgruppe gelöst haben?

Buch-Empfehlungen von Karim

Peter: Welche Bücher oder Ressourcen haben dich denn auf dem Weg zum Unternehmer inspiriert?

Karim: Ein Buch, das ich empfehlen kann ist “The Lean Startup*” von Eric Ries.

Ein zweites Buch ist “The Hard Thing About Hard Things*”. Das ist von Ben Horowitz, der ein großartiger Unternehmer ist und mit seinem Venture Capital Fond ein extrem guter Investor.

Peter: Das Buch von Ben Horowitz habe ich auch erst kürzlich gelesen. Auf jeden Fall auch eine Empfehlung von mir.

Meine letzte Frage an dich ist: Wo kann man euch im Netz finden? Kannst du uns einen kleinen Elevator Pitch geben mit Call-To-Action, wohin die Leute gehen können, wenn sie mehr über euch erfahren wollen?

Social Startup-Unternehmen im Internet

Karim: Sehr gerne! Man findet uns über unsere Plattform ReGreen. Dort entwickeln wir derzeit einen CO2-Rechner für Privatpersonen, bei dem man mit ca. 20 Fragen seinen persönlichen CO2-Ausstoß berechnen kann und auch aktiv Verbesserungsmöglichkeiten präsentiert bekommt. Dieses Tool werden wir in den nächsten Wochen launchen.

Über Mindfulflights findet man uns natürlich auch. Das ist unsere Plattform für Flug-Kompensation. Dort ist auch interessant zu sehen, wie viele Emissionen man eigentlich ausstoßen darf, um den Klimawandel zu stoppen.

Das deutsche Umweltbundesamt sagt, dass es eine Tonne pro Person pro Jahr ist, die man ausstoßen darf. Aber allein ein Flug von Wien nach New York stößt knapp drei Tonnen an Treibhausgas-Emissionen aus. Von daher ist man schon mit nur einem Flug um ein Vielfaches drüber. Deswegen auch hier nochmal der Call-To-Action, aktiv versuchen Emissionen zu vermeiden und zu verhindern und wenn das nicht geht, diese zu kompensieren.

Peter: Vor allem auch, sich das Ganze bewusst zu machen.

Karim: Genau.

Peter: Gibt es einen Social Media Kanal, wo ihr besonders aktiv seid?

Karim: Hauptsächlich auf Instagram. Dort stellen wir immer wieder unsere Klimaschutzprojekte vor und geben einen Einblick, was bei uns gerade ansteht. Darüber hinaus haben wir im Moment noch keinen weiteren Kanal.

Peter: Mir hat es sehr, sehr viel Spaß gemacht, heute mit dir zu sprechen und mehr über eure Mission zu erfahren. Vielen Dank, auch dass du uns so viele Insights gegeben hast. Ich überlasse dir jetzt das letzte Wort an unsere HörerInnen und LeserInnen und verabschiede mich an dieser Stelle. Bis zum nächsten Mal.

Karim: Herzlichen Dank, mich hat es auch sehr gefreut, bei eurem spannenden Podcast dabei gewesen zu sein. Vielen Dank an alle fürs Zuhören und Lesen.

An dieser Stelle – weil es für uns alle ein ganz, ganz wichtiges Thema ist – der Call-To-Action…

sorgsam mit unseren Ressourcen umzugehen!

 

Webseite von ReGreen 
Webseite von Mindfulflights 
Mindfulflights auf Instagram 

 

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