SP143 Die Selbstständigkeit als Sidepreneur vorbereiten und dann springen – Interview mit Christian Krohne

Hier kannst du das Interview mit Christian anhören:

Juliane: Hallo und herzlich hillkommen zu einer neuen Episode des Sidepreneur Podcasts. Ich freue mich riesig, dass du heute wieder eingeschaltet hast. Auch heute habe ich wieder einen sehr interessanten Interviewgast hier im Sidepreneur Podcast.

Sidepreneur sein, Sidepreneur werden und/oder Sidepreneur bleiben?

Was ist deine Motivation Sidepreneur zu sein, Sidepreneur zu werden und vielleicht auch Sidepreneur zu bleiben. Das ist die große Frage, denn jeder der überlegt nebenberuflich ein Business zu starten oder auch wirklich daran zu arbeiten, geht mit einer ganz unterschiedlichen Zielsetzung heran. Es kann durchaus auch das Ziel sein, einmal von seinem Side-Business leben zu wollen und den Hauptjob, den man anfangs noch nebenbei oder eben hauptsächlich macht, aufzugeben und nur noch als Entrepreneur, als Fulltime Unternehmer unterwegs zu sein.

Den heutigen Sidepreneurgast über Twitter-Kanal kennengelernt

Und genau so einen Weg hat mein Interviewgast jetzt gewählt. Ob es immer sein Plan war, darüber werden wir sprechen. Und das spannende vielleicht auch für euch: Wie haben wir uns gefunden und kennengelernt. Das war tatsächlich über unseren Twitter-Kanal. Falls ihr ihn noch nicht kennt @sidepreneur_de, da sind wir auf Twitter unterwegs und tweeten zu den unterschiedlichsten Themen zum Unternehmertum nebenberuflich selbstständig sein und selbstständig sein im Allgemeinen. Und hier hat mein Interviewgast auf einen Tweet geantwortet und so kamen wir ins Gespräch und heute ist er nun hier im Sidepreneur Interview.

Genug der langen Vorrede und der Spannung. Hallo Christian, schön, dass du heute im Interview bist. Ich sende dir sonnige Grüße von Frankfurt nach Berlin. Stell dich doch mal unseren Hörern vor, wer bist du und was machst du?

Christian Krohne, PR-Berater im Bereich Healthcare

Christian: Hallo in die Runde, hallo Juliane. Ich freue mich sehr heute im Podcast von Sidepreneur mit dabei zu sein. Die sonnigen Grüße kann ich auch gleich von Berlin zurückschicken, hier ist es auch endlich mal sehr schön.

Zu meiner Person: Mein Name ist Christian Krohne, ich bin 32 Jahre alt und PR-Berater mit Fokus auf Healthcare Themen. Das heißt, ich berate Unternehmen, vor allem Start Ups, auch Krankenhäuser, Praxen bezüglich ihrer Kommunikation.

Gesundheitswesen braucht Vertrauen

Denn im Gesundheitswesen geht es vor allem darum, Vertrauen zu schaffen und nicht nur um ein gutes Image und Glaubwürdigkeit zu erzeugen, sondern auch beim Patienten oder bei jemanden der ein Produkt kaufen möchte oder eben eine Therapie. Da ist das Thema digitale Gesundheit und Apps sind auch ein großes Thema und wenn es sich um neue Produkte oder Dienstleistungen handelt, dann möchte ich auch erst einmal wissen, wer steckt dahinter, wer bietet das an und vor allem, mit welchen Hintergrundwissen. Ich habe mir zum Ziel gesetzt bzw. stehe dem Unternehmen dafür zur Verfügung, dieses Vertrauen aufzubauen, mithilfe von Pressearbeit, Events die ich auch mitorganisiere oder Social Media Strategien, was 2019 natürlich super wichtig ist, den richtigen Kanal zu wählen und Leute auch auf angemessene Weise, die individuell dem Kanal entsprechen, anzusprechen.

Mein Background aus der Politik liefert eine gute Basis

Darüber hinaus bin ich auch in der Gesundheitspolitik aktiv und habe, bevor ich mich selbstständig gemacht habe, lange Jahre als Politikberater gearbeitet und bringe einen guten und sehr fundierten Background mit, welche Produkte funktionieren können bzw. was eben auch juristische gesetzliche politische Stellschrauben sein können.

Verein Hashtag Gesundheit #Gesundheit

Ich bin darüber hinaus auch noch aktiv in einem Verein, der heißt Hashtag Gesundheit, der sich im vergangenen Jahr gegründet hat. Da geht es darum, dass sich Young Professionals vernetzen, neue Ideen austauschen und ins Gesundheitswesen mitbringen und dementsprechend lebe und atme ich komplett für das Gesundheitswesen. Das ist so mein Herzblut, das sich auch eben über die Jahre hinweg entwickelt hat. Das war dann der Ausschlag dafür, mich letztendlich erst als Sidepreneur und dann als Vollzeitunternehmer selbstständig zu machen.

Juliane: Lass uns vielleicht an dieser Stelle mal konkret einsteigen. Du bist nebenberuflich gestartet, wann und wie sah dein Modell damals aus?

Neben fester Anstellung vor 9 Monaten als Sidepreneur gestartet

Christian: Gestartet bin ich vor 9 Monaten als Sidepreneur, da habe ich erst einmal eine Anstellung als Content Manager gehabt und gleichzeitig schon das ein oder andere private Gespräch oder auch den ein oder anderen Netzwerkkontakt geknüpft, weil ich auch die ganz große Bühne habe, so nenne ich das mal, um viel unterwegs zu sein, um viele Kontakte zu knüpfen und mit Leuten zu sprechen.

Nach Feierabend noch einmal an den Schreibtisch

Parallel dazu bin ich in einen neuen Job in Festanstellung gewechselt und hatte die Möglichkeit, mich nebenbei als PR-Berater austoben zu können, was eigentlich schon immer mein großes Ziel gewesen ist, etwas aufzubauen und dementsprechend war es so, dass ich klassisch von 9 to 5 meinen Tagesjob, mein Tagesbusiness erledigt habe und, jeder Sidepreneur kennt das, mich nach Feierabend noch an den Schreibtisch gesetzt habe und Aufträge abgearbeitet habe und versuchte, Kunden zu generieren. Natürlich immer im Hinblick auf gesundheitliche Themen.

Nach 4 -5 Monaten Sidehustle gute Chancen gesehen und den Sprung gewagt

Das war so der Start und dann habe ich nach 4 – 5 Monaten gesehen, dass mit dem Hustle als  Sidepreneur hat so gute Chancen, das läuft so gut, dass ich das tatsächlich langsam mal den Sprung in die Vollzeitselbstständigkeit wagen müsste.  Da ist, jeder kennt das glaube ich auch, der schon einmal mit dem Gedanken gespielt hat, sich selbstständig zu machen, eben doch dieses Risiko. Was ist, wenn es nicht klappt. Dann natürlich auch der Komfort eines geregelten Einkommens, also gerade am Anfang ist das schon sehr schwierig. Man muss gegebenenfalls Einbußen machen und man verdient nicht immer das Gleiche, das kann eben auch variieren. Über diese Dinge muss man sich im Klaren sein, da bin ich sehr lange in mich gegangen und habe im November vergangenen Jahres dann den Entschluss gefasst „Du traust dich jetzt. Du machst das und realisiert eigentlich einen großen Lebenstraum, und zwar, von meiner eigenen Arbeit auch leben zu können.“

An welche Meilensteine erinnerst du dich?

Juliane: Du hast einen relativ kurzen Weg genommen, wenn du jetzt sagst, vor 9 Monaten fing das an, dass du auch nebenberuflich was gemacht hast und Ende November die Entscheidung „Ach, ab 2019 mache ich das jetzt komplett und erfülle mir da meinen Traum, selbstbestimmt arbeiten zu können“. Kannst du dich noch an bestimmte Meilensteine erinnern, wo du gesagt hast „Das ergibt jetzt einfach Sinn, schon jetzt zu springen“? Ich kann mir sicherlich vorstellen, das Gehalt das jeden Monat kam, war ja auch ganz nett und mit dem kannst du nicht mehr rechnen.

Die Anfragen und das Interesse waren sehr groß

Christian: Richtig. Für mich war der ganze große Knackpunkt letzten Endes, dass ich tatsächlich im Herbst letzten Jahres gemerkt habe: „Moment mal, die Anfragen und eben auch das Interesse, die Resonanz eine gute Kommunikation ins Gesundheitswesen zu bringen, ist relativ groß“ und weil ich glaube, dass es eine große Diskrepanz zwischen sehr großen Agenturen in diesem Bereich, die dann auch das ganz große Spektrum abdecken und die kleineren und mittelgroßen hatten das bis vor einer Weile gar nicht so auf dem Schirm. Dann bin ich herausgegangen und habe nicht nur genetzwerkt, sondern unter anderem auch in Kolumnen mitgewirkt. Ich habe viele Blogs geschrieben und bin sehr präsent gewesen. Auf LinkedIn habe ich sehr viel genetzwerkt und habe versucht, viele Fachartikel zu schreiben und zu veröffentlichen und meine Expertise herauszubringen.

Die Kunden haben sich überraschenderweise von sich aus gemeldet

Was für mich sehr überraschend war, ich bin angesprochen und angerufen worden und da habe ich gemerkt, dass das Modell für mich eine große Zukunft haben kann und mittlerweile habe ich einen sehr guten soliden Stand, etwa eine handvoll Auftraggeber, die regelmäßig mit mir Projekte aufziehen und Leistungen haben wollen. Das war ungefähr Oktober/November, als sich das für mich konkret ergeben hat. Ich habe gemerkt „Okay, da muss ich viel mehr Zeit hineinbuttern“.

Trotz großer Leidenschaft muss man auch mal schlafen

Man muss nach der Arbeit und nach der nebenberuflichen Tätigkeit auch mal schlafen, der Tag hat ja nur 24 Stunden und auch die Kräfte sind begrenzt und ich musste immer mehr verschieben. Auch an den Wochenenden arbeiten, was ich sehr gerne mache, weil das für mich auch eine große Leidenschaft ist und ich habe gemerkt, dass das jetzt der richtige Zeitpunkt ist, wenn man ihn überhaupt genau definieren kann. Ich habe in den letzten 4-5 Jahren immer wieder daran gedacht, diese Vision umzusetzen.  Dies war der konkreteste Moment an dem ich dachte, dass ich es 2019 wage und mein eigener Chef bin. Mein eigenes Unternehmen gründe.

War die Idee dein eigener Chef zu sein immer da?

Juliane: Du hast ja eben das Wort Vision in den Mund genommen. Es war also von Anfang an dein Lebensziel oder das Ziel, ich mache den Job in der Anstellung, den du neu angefangen hast und hast parallel dazu das Sidepreneur Business aufgebaut. War es eigentlich schon vorher dein Wunsch, unternehmerisch tätig bzw. dein eigener Chef zu sein?

Christian: Absolut. Ich  habe im Grunde genommen den Gedanken schon seit meiner Studienzeit gehabt, wenn ich das ganz konkret festmachen müsste. Ich habe Politikwissenschaften studiert und wusste immer, ich möchte später einmal auch selbstständig sein, vielleicht auch mit einer Agentur. Dementsprechend habe ich auch meine berufliche Laufbahn im Agenturleben gestartet und habe dort bei kleinen und auch sehr großen erfolgreichen Beratungsunternehmen meine Sporen verdient und gemerkt „Das ist etwas für mich“.

Die Vision der eigenen Agentur war schon da

Letztens Endes war die Vision schon da, als die Vorstellung „Ja, ich kann mir vorstellen, tatsächlich auch ein eigener Agenturgründer zu sein“. Eine Agentur, die  gibt es gerade in Berlin, aber auch in anderen Städten wie Sand am Meer. Man muss sich dann auch ein bisschen herauspicken, was ist so mein persönlicher USP, was kann ich denn eigentlich auf den Markt werfen bzw. bringen, das Unternehmen oder Kunden im Allgemeinen etwas Einzigartiges bringt.

Das Privileg durch den Beruf zum Gesundheitswesen geführt zu werden

Für mich war ein Privileg, dass ich in meiner ersten Anstellung direkt mit dem Thema Gesundheitswesen viel zu tun hatte, in dem ich mehrere Kunden aus dem Verbandswesen, dem Pharmabereich und der Pflege beriet und relativ schnell eine Affinität gewinnen konnte, was vorher gar nicht so sehr der Fall gewesen ist. Ich habe das Thema sehr schätzen und lieben gelernt und das hat mich über die Jahre hinweg auch sehr stark begleitet.

Das eigene Burn Out hat das Interesse noch einmal vertieft

Ich war auch eine Zeit lang selbst an einem Burn Out erkrankt, was, wie man so schön sagt, die klassische Beraterkrankheit ist. Danach habe ich mich noch mehr mit dem Thema mentale psychische Gesundheit befasst und aus diesem Bereich Kunden generieren können. Das ist eine schöne Geschichte oder ein sehr schöner Verlauf, den dieser Weg mit sich gebracht hat. Dann auch die letzte Festanstellung, in der ich gewesen bin. Sie war auch im Gesundheitswesen und wie gesagt, da habe ich gemerkt, dass das echt mein Steckenpferd ist.

Das Talent gute und vertrauensvolle Geschichten erzählen zu können

Ich bin auch jemand, der anscheinend ein gutes Händchen dafür hat, einzigartige, sehr gute und vertrauensvolle Geschichten für meine Kunden und Auftraggeber zu erzählen. Das war die letzte Initialzündung, die ich dann gebraucht habe, um zu sehen „Okay, das ist das, was ich machen möchte.“

Solopreneurship

Juliane: Es hört sich auch nach einem guten Weg an, mit einer persönlichen Geschichte, die das auch authentisch macht. Als wir uns auf Twitter unterhalten haben,  hast du geschrieben, dass du jetzt Solopreneur bist. Solopreneur heißt ja ein bisschen Einzelkämpfer, man muss alles tun und man ist allein. Gerade als Mensch aus dem Gesundheitswesen will man natürlich auch unter Menschen kommen und nicht nur in seinem Büro sitzen und Dinge abarbeiten. Was reizt dich am selbstständig sein? Warum war das dein Weg? Was hat dir die Anstellung nicht gegeben, sodass du dich jetzt dafür entschieden hast, ein Solopreneur zu werden?

Scherz oder Kompliment – ein Vorgesetzter gab den Ausschlag

Christian: Den ganz großen Ausschlag gegeben, hat einer meiner alten Chefs. Ich weiß nicht, ob es despektierlich gemeint war oder eben eine Scherzsache war oder als Kompliment gemeint war, aber er hat mich als Freigeist bezeichnet. Ich bin jemand, der sehr gerne schnell Ideen entwickelt und diese dann in die Umsetzung gibt.

Schwerfälligkeit bei größeren Unternehmen

Für mich war das im Unternehmen oder in größeren Unternehmen immer sehr schwierig bzw. im größeren Kontext Warteschleifen, also Entscheidungsschleifen durchzugehen und dann in die nächsthöhere Instanz zu gehen. Dann muss das wieder gegengecheckt werden und bis das dann passiert ist, können dann auch wieder Tage oder Wochen vergehen. Wenn das okay ist oder wenn die Feedbackschleife zurückkommt, gibt man das wieder zurück. Dann muss das wieder im Normalfall von ganz oben abgesegnet werden im. Ich war immer jemand, der sehr ungeduldig gewesen ist. Das hat mir oft die Motivation, aber auch den letzten Nerv geraubt. Das war etwas, worauf ich mich dauerhaft nicht einlassen wollte.

Freiheit ausleben und 100 % Verantwortung

Jetzt als Solopreneur habe ich natürlich den Vorteil, die Freiheit ausleben zu können und mir gefällt auch die 100 %ige Verantwortung sehr. Wenn es gut läuft, dann war ich das und wenn es schiefläuft, war ich das auch. Letzten Endes habe ich auch ungefiltertes Feedback und weiß auch genau, was lief nicht so gut.  Das ist mir auch sehr oft in der Anstellung passiert, dass ein künstlicher Druck erzeugt wurde. Ich habe es sehr oft als Druck und als künstliches Aufspielen oder Aufbauschen von Dingen, die vielleicht nicht unbedingt gut funktioniert haben, empfunden und dabei waren die Dinge vielleicht gar nicht so tragisch, wenn man mit dem Kunden selber gesprochen hat.

Direktes Kundenfeedback unterstützt  bessere und authentischere Zusammenarbeit

Und jetzt liegt die Verantwortung komplett bei mir und ich stehe für meinen Kunden immer zur Verfügung und kriege das direkte Feedback, kann viel authentischer und viel besser in der Zusammenarbeit agieren. Das ist etwas, was mich heutzutage viel mehr erfüllt, anstatt dass über, nennen wir es mal stille Post, machen zu können. Wie gesagt ich bin total happy, so wie es jetzt ist.

Juliane: Cool. Gibt es denn noch irgendetwas, was dir jetzt fehlt in der Selbstständigkeit?

Es fehlt der tägliche Austausch mit den Kollegen

Christian: Was mir tatsächlich extrem fehlt, ist das tagtägliche Feedback im Entstehungsprozess von Dingen. Im Office hat man die Möglichkeit, mit seinen Kollegen in einem Raum zu sitzen und Ping Pong zu spielen, Ideen zu jonglieren und zu sagen „Ja, das ergibt Sinn“ oder „Lass das mal lieber raus, das wirkt total schlecht“ oder „Ist total abgehoben“ oder „keine gut realisierbare Idee“. Das habe ich jetzt nicht, sondern bei mir gehen die Ideen ungefiltert direkt an den Kunden. Wenn ich überzeugt davon bin, dann muss ich ein kleines Stoßgebet in den Himmel setzen, dass die Dinge dann auch wirklich gut und schlüssig sind.

Freunde und Bekannte aus ähnlichen Berufsfeldern als Abfederung

Um das ein bisschen abzufedern, habe ich auch im Privaten und im Bekanntenkreis auch Leute die in ähnlichen Berufsfeldern fungieren. Mit denen kann ich mich auch ein wenig austauschen und auch regelmäßig um da weiterhin auch ein Gefühl zu entwickeln und am Ball zu bleiben, wie machen das denn andere Unternehmen und wie kann ich noch irgendetwas herausziehen an Erfahrung und Wissen. Vielleicht auch an neuen Entwicklungen, die ich selber gar nicht auf dem Schirm habe. Ich glaube, das ist super wichtig, um da erfolgreiche und qualitativ hochwertige Arbeit zu leisten.

Wo bist Du unterwegs?

Juliane: Du hast ja auch anfangs angesprochen, dass du sehr viel unterwegs bist und dass dir Berlin eine Bühne bietet. Wo bist du unterwegs und wie wichtig schätzt du den Invest in dieses Netzwerk ein?

Fachkongresse und Lobbyveranstaltungen

Christian: Ich bin aufgrund meines politischen Backgrounds natürlich sehr viel auf politischen Veranstaltungen unterwegs. Da gibt es auch die Möglichkeit Gesundheit und Politik miteinander zu verbinden. Es gibt die parlamentarischen Abende, die ganzen Lobby-Veranstaltungen, auf denen man auch die Leute trifft, die ich jetzt für mein Business gebrauchen könnte und um mich auszutauschen. Das ist etwas, wo ich sehr viel und sehr häufig unterwegs bin. Ansonsten bin ich auch sehr viel auf Fachkongressen unterwegs.

Da ist im April jetzt zum Beispiel die DMEA, auf der bin ich unterwegs. Ich habe schon den ein oder anderen Termin mit Leuten, mit Professionals, die jetzt beispielsweise aus dem Raum Köln, München oder Frankfurt kommen, festgemacht. Ich kann mir persönlich etwas Zeit nehmen und vielleicht die ein oder andere Kooperationsmöglichkeit oder einfach nur den Businessaustausch ein wenig forcieren. Das sind so die beiden Formate, auf denen ich viel unterwegs bin.

Virtuelles Netzwerke als lukrativen Kanal nutzen

Ansonsten netzwerke ich auch sehr viel virtuell. Wir haben uns ja wie gesagt auf Twitter-Ebene kennengelernt. Das ist für mich auch ein sehr guter und sehr lukrativer Kanal, auf dem man Wissen austauschen kann. Man kommt mit Leuten in Kontakt bzw. ins Gespräch, mit denen man vielleicht unter normalen Umständen gar nicht so einfach in Kontakt gekommen wäre.

Appell an Sidepreneure: Nutzt die sozialen Medien

Also, ich bin total begeistert von den Möglichkeiten und von den sozialen Medien, die es gibt und kann da auch wirklich jedem Sidepreneur raten, diese Kanäle wirklich aktiv zu nutzen. Das bringt einen riesigen Invest für das eigene Business und wer weiß was man am Ende da noch herausziehen kann, auch welche Potenziale man da herausnehmen kann. Dementsprechend bin ich sehr überzeugt davon, dass man ins Netzwerk sehr viel investieren muss. Das ist natürlich als Sidepreneur, als jemand der 8 bis 10 Stunden am Tag im Büro hockt und abends dann noch sein Business aufbaut und dann idealerweise noch auf Netzwerkveranstaltungen geht, natürlich extrem Kraft und Zeit raubend und zeitaufwendig.

Einen Plan für Wochen oder gar Monate im Voraus feststecken

Ich glaube daran, dass das wirklich sehr lohnenswert ist, sich vorab einen Plan zu machen, vielleicht auch Wochen und Monate im Voraus und sich einzuteilen, wo könnte ich denn jetzt in der kommenden Woche hingehen, was ist für mich Erfolg versprechend, wo treffe ich die Leute, die ich für mein Unternehmen, für mein Business gebrauchen kann. Und denen ich mein Produkt bzw. meine Dienstleistung letztendlich auch anbieten kann.

Die Lanze für Twitter

Juliane: Ganz genau. Mich freut es total, dass du noch einmal für Twitter eine Lanze brichst. Ich selber bin auch ein sehr großer Twitter Fan und bezeichne das eigentlich, momentan bin ich etwas ruhiger dort, als mein Lieblingskanal und ich bin da, wie du schon sagtest auch schon mit Menschen in Kontakt gekommen, die ich so auf natürlichem Wege wahrscheinlich nicht getroffen hätte oder mich auch nicht getraut hätte, sie anzusprechen. Aber über Twitter kann man gut ins Gespräch kommen und das ist wirklich ein mächtiges Tool, wenn man auf Veranstaltungen geht. Ich weiß nicht, ob du da nicht hier und da mal mittwitterst, wenn du auf einer Veranstaltung bist. Und das ist auch ein absoluter Türöffner, um mit Referenten oder anderen Teilnehmern ins Gespräch zu kommen und irgendwo schon ein bisschen den ersten Fuß in der Tür zu haben.

Christian: Ganz genau, so ist es.

Wie hat dir die Plattform Sidepreneur.de geholfen?

Juliane: Inwieweit hat dich, denn so war ja auch der Beginn unseres Gesprächs auf Twitter, denn die Plattform Sidepreneur.de oder eben der Podcast in deiner Entwicklung als Sidepreneur unterstützt?

Christian: Also Sidepreneur verfolge ich eigentlich schon eine sehr lange Zeit. Ich kann das eigentlich nicht so genau datieren, aber ein Fan von Formaten, die das ganze Thema Selbstständigkeit zum Thema machen. Da gibt es natürlich aus den USA sehr viele Formate, die ich  kenne und auch verfolge. Für mich war das immer so ein bisschen ein Tappen im Dunkeln, was die deutsche Szene angeht und da seid ihr ja sehr bekannt und dementsprechend verfolge ich euch da schon eine Zeit lang.

Per Podcast und Blog inspirierende Geschichten von anderen Sidepreneuren gehört und gelesen

Ich höre euren Podcast sehr gerne bzw. lese, vor allem weil das für mich zeitlich ein bisschen besser ist, in der S-Bahn oder in der U-Bahn den Blog und lasse mich von den Geschichten der anderen Sidepreneure inspirieren. Wie sie ihr Modell aufgebaut haben, welche Story dahinter steckt und welche Motivation. Das ist immer unfassbar interessant, eine andere Perspektive einnehmen zu können. Dementsprechend bin ich ein riesiger Fan von euch und hoffe, dass ihr das noch ganz lange weitermacht.

Fellowship Programm und der New Work Award hat für Sidepreneur viele Türen geöffnet

Juliane: Ja, das hoffen wir auch und es ist passiert wahnsinnig viel in letzter Zeit und daher ist es der Wahnsinn, was auch die Teilnahme an einem Fellowship Programm oder der Gewinn eines Awards auch alles so möglich macht.

Christian: Genau, ihr habt ja den New Work Award gewonnen. Noch einmal herzlichen Glückwunsch dazu.

Juliane: Vielen Dank. Tatsächlich öffnen sich da auch wieder ganz neue Möglichkeiten, Perspektiven und Türen, von daher sind wir auch selbst gespannt, im Hintergrund passiert recht viel momentan, wo unsere Reise demnächst weitergehen wird.

Christian: Cool, ich bin sehr gespannt. Ich werde das aufmerksam mitverfolgen.

Juliane: Ganz genau, wir werden euch daran teilhaben lassen im Sidepreneur Podcast und unsere Erfahrungen und alles was wir erleben natürlich ein bisschen über den Podcast begleiten.

Wer inspiriert Dich?

Nochmal zurück zu dir. Du hast es eben auch schon angesprochen, du hörst auch Formate aus den USA an, bist teils sehr umtriebig. Was sind denn Persönlichkeiten die dich inspirieren? Bei denen du gerne zuhörst, zuschaust und die dich motivieren dranzubleiben?

Gary Vaynerchuk

Christian: Für mich ist die Nr. 1, ich gehe da meinen Freunden, wenn sie das dann vielleicht auch hören, schon mega auf die Nerven damit, aber ich bin ein absoluter Fan von Gary Vaynerchuk. Das liegt ein bisschen auf der Hand, weil er das Thema Selbstständigkeit von Nichts quasi aufgezogen hat und das Thema Marketing verbindet. Marketing, PR und wie benutzt man soziale Medien, wie digitalisiert man sein Modell, wie baut man sich selber auch als Personal Brand auf. Das sind Themen, die mich sehr lange schon umtreiben und einfach interessieren und inspirieren. Da ist er meines Erachtens die Nr. 1 der Persönlichkeiten, von denen ich mir tagtäglich sehr viel abschaue. Ich bin auch wirklich immer sehr gespannt, sobald er neues Video auf Youtube eingestellt hat. Da bin ich auch gleich mit am Start und mache mir meine Notizen, was ich mir da jetzt für mich selber auch herausnehmen kann.

Phil Knight von Nike

Wer mich auch noch sehr interessiert oder inspiriert ist Phil Knight, das ist der Gründer von Nike. Er hat auch eine sehr spannende Laufbahn hinter sich. Als College/Uni Absolvent hat er versucht, so eine Art Sidehustle/Sidepreneurship aufzubauen. Hat sich damals ein bisschen Geld von seinem Vater geliehen, um dann aus Japan eine bestimmte Schuhmarke in die USA zu importieren. Das war circa in den 70er Jahren. Später hat er dieses Multimilliarden Dollar Unternehmen Nike gegründet. Sein Buch Shoedog kann ich auch sehr empfehlen.

Elon Musk und Steve Jobs

Das sind die zwei Personen, die mich sehr inspirieren. Ansonsten ganz klassisch Elon Musk und Steve Jobs, von denen man sich auch unheimlich viel im Bereich Persönlichkeitsentwicklung, Präsentation, aber auch, wie denkt man neu und anders, absehen kann.

Juliane: Der Gründer von Nike ist spannend, da habe ich noch nichts von gehört. Die anderen werden oft genannt, wenn wir fragen, wer Euch so inspiriert, gerade bei den Männern. Es sind auch enorme Größen in der Entrepreneurship Welt, über die man zwangsläufig früher oder später stößt und die einen auch in ihrer ganzen Art und Weise, wie sie sich geben, beschäftigen, bewegen und motivieren.

Schnell von Sidepreneur zum Solopreneur, welche Tipps hast Du für Sidepreneure?

Nun bist du, ich weiß gar nicht, ob man dich als klassischen Sidepreneur bezeichnen kann, weil du ja deinen Weg vom Sidepreneur zum Solopreneur relativ schnell durchlaufen hast. Aber trotz allem hast du ja diesen Weg gemacht bzw. hast auch deine Erfahrungen gemacht. Was würdest du zum Abschluss unseres Gesprächs anderen Zuhörern auf den Weg geben und besonders vielleicht denjenigen, die gerade überlegen, ob sie sich das zumuten sollen neben dem Hauptjob auch noch ein Side-Business zu gründen.

Realistische Selbsteinschätzung und auch Einschätzung der Potenziale

Christian: Ich glaube, dass man sehr lange und stark in sich gehen und gut beobachten muss, wie entwickelt sich der Nebenjob und welche Potenziale kann man da herausziehen. Wie realistisch ist das, dass man die Potenziale in einer bestimmten Zeit bzw. Zeitabschnitt realisieren kann.

Guter Wille allein reicht nicht, sei Dir der Risiken bewusst und höre genau hin

Vom guten Willen oder guten Gedanken alleine kann man seinen Lebensunterhalt nicht bestreiten. Das Wichtigste  ist, sicherzustellen, dass es vielleicht im Moment auf kurzer Sicht möglich ist, daraus einen kompletten Lebensunterhalt zu bestreiten. Dass man sagen kann, ich gehe jetzt All-In und man hat dann doch Probleme, seine Miete zu finanzieren. Das ist sehr wichtig, sich eben diesen Risiken oder dieser Aufgaben bewusst zu sein.  Hinzuhören, ist mein Markt, auf den ich mich begebe und auf dem ich mich bewege, ist mein Modell dort auch zukunftsfähig. Ist das etwas, wo ich meine persönliche Nische finden kann und mir einen Namen in diesem Bereich machen kann? Das wären so meine 2 Tipps für die Transition vom Sidepreneur zum Solopreneur.

Vielen Dank an Christian

Juliane: Super, ich danke dir Christian für das Gespräch und deinen Einblick in deinen Weg und deine Erfahrungen die du gemacht hast. Ich wünsche dir weiterhin viel Erfolg, dass du mit deinem Business weiterwächst und vielleicht auch irgendwann nicht mehr der Solopreneur bist, sondern jemand, der  eine Agentur hinter sich hat und Mitarbeiter und damit noch mehr Menschen im Gesundheitswesen mit PR-Strategien unterstützen kann.

Und euch lieben Sidepreneuren da draußen, wie immer ganz viel Erfolg bei euren Ideen, bei euren Sidebusiness und wenn ihr Fragen an Christian oder an Peter und mich habt, dann schreibt sie gerne an info@sidepreneur.de oder direkt im Blogartikel unter diese Episode. Wir freuen uns immer über Feedback, Anmerkungen, Anregungen oder auch Fragen. Oder kommt in unsere kostenfreie Facebook Community, da tauschen wir uns auch sehr rege aus. Also es gibt viele Wege, mit uns in Kontakt zu kommen, da freuen wir uns sehr.

Und nun viel Erfolg mit eurem Sidebusiness und eine wunderschöne Woche. Bis dann, eure Juliane.

Christian Krohne im Web

Website: www.christiankrohne.com
Twitter: www.twitter.com/cpkrohne
Website Hashtag Gesundheit: www.hashtag-gesundheit.de

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