Wie baue ich mir meine Website?

Hallo liebe Leserinnen und Leser zu einem neuen Eintrag in meinem Gründertagebuch. Der heutige Eintrag wird sich mit dem Thema Websitenaufbau befassen. Nachdem wir im letzten Eintrag einen Blick auf die Definition des/der Wunschkunde(n) geworfen haben (https://www.sidepreneur.de/wer-ist-mein-wunschkunde/), werden wir im heutigen Eintrag den Fokus auf die Erstellung (m)einer Website richten.

 

Ausgangssituation für den Websitenaufbau

In meiner Planung für den Start in die nebenberufliche Selbständigkeit habe ich bereits viel Vorarbeit geleistet. Für den ein oder anderen mag sich das als sehr langwierig darstellen.

Dazu kann ich nur sagen, dass es das auch war. Allerdings aufgrund der vorliegenden (Corona-) Situation (https://www.sidepreneur.de/willkommen-beim-gruendertagebuch/) hatte ich viel Zeit für die Vorbereitung. Darüber hinaus zeichnet mich aus, dass ich Sachen gerne länger durchdenke und entsprechend plane. So ist es auch bei meiner Website der Fall gewesen. Ich stand mit der Website vor der großen Herausforderung, dass dies meine allererste Website sein würde, welche ich betreiben würde. Es ist eigentlich kaum zu glauben, aber irgendwie bin ich bisher stets an dem Thema vorbei gekommen.

 

Meine Vorbereitungen auf den Websitenaufbau haben sich wie folgt untergliedert:

  1. Ausarbeitung der Struktur meiner Website
  2. Detaillierung der einzelnen Seiten mit Inhalt
  3. Recherche nach einem Website-Baukasten
  4. Erste Gestaltung meiner Website
  5. Erste Berührungspunkte mit SEO

 

1. Ausarbeitung der Struktur meiner Website

Einer meiner ersten Schritte für den Aufbau meiner Website, war die Ausarbeitung der Struktur der Website. Dafür hatte ich mir grundlegende Gedanken über den Aufbau gemacht. Dabei hat es mir sehr geholfen, den Blick auf bereits existierende Website von meiner zukünftigen Konkurrenz zu werfen. Hier bin ich ganz ehrlich und habe mich „inspirieren“ lassen. Was bei anderen funktioniert, kann ja bei einem selbst nicht schlecht sein. Gerade dann, wenn man kein Experte in dem Bereich ist und etwas zum ersten Mal macht.

Mit dieser Informationslage konnte ich mir ein recht gutes Bild davon machen, welche Struktur ich für meine Website aufbauen würde. Die Struktur besteht aus einer Hauptseite, auf der sämtliche Informationen vorhanden sind und einfachen Unterseiten, mit Detailinformationen.

Für meine erste Website wollte ich keine komplexe Struktur erstellen, sondern die Informationen so gut wie möglich darstellen. Das führt auch zum nächsten Punkt.

 

2. Detaillierung der einzelnen Seiten mit Inhalt

Nachdem ich die Struktur für die Website festgelegt hatte, ging es nun darum die Struktur mit Inhalten zu füllen. Diesen Schritt habe ich zu Beginn mittels Powerpoint durchgeführt, da ich noch keine Website hatte.

Hier kann ich euch sagen, dass die meiste Zeit, bei dem Thema Website, reingeflossen ist. Die Struktur bildet den Rahmen und die Inhalte schmücken die Website aus.

Bei der Erstellung des Inhalts habe ich mir auch etwas Zeit gelassen. Wie bei einem guten Wein, muss das ein oder andere Reifen. Das heißt, ich habe den Inhalt erstellt und in regelmäßigen Wiederholungen einen erneuten Blick darauf geworfen und kleinere Anpassungen vorgenommen. Das habe ich so lange wiederholt, bis ich mit dem Inhalt soweit zufrieden war. Auch hier kann ich sagen, dass eine gewisse Inspiration bei anderen Websites mir weitergeholfen hat 🙂

 

3. Recherche nach einem Website-Baukasten

Neben der Detaillierung meiner zukünftigen Website-Inhalte, habe ich mich auf die Suche nach einem passenden Webhoster gemacht. Wie bereits schon erwähnt, ist es für mich die erste eigene Website, welche ich erstellen und betreiben werde. Somit bin ich auf dem Gebiet der Website-Erstellung ein absoluter Anfänger.

Glücklicherweise gibt es sehr viele Anbieter, welche Templates von Websiten anbieten, welche man mit seinem eigenen Inhalt füllen kann.

Und genau hier lag meine nächste Herausforderung. Welchen Anbieter sollte ich auswählen? Was brauchte ich alles dafür? Wie waren die Anbieter zu vergleichen?

Mit diesen Fragen durfte ich mich eine lange Zeit beschäftigen, damit ich den für mich passenden Websiten-Anbieter finden würde.

Bei der Auswahl des passenden Websiten-Anbieters habe ich die folgenden Punkte für mich bewertet:

  • Eigene Domain inklusive (ohne Werbung)
  • Bandbreite für die Website
  • Inkludierte Emailadressen
  • Inkludierte Seiten
  • Tools für SEO und Statistiken
  • Preis

 

Eigene Domain inklusive (ohne Werbung)

Für mich war das mit einer der wichtigsten Punkte. Sollte ich bei einem Websiten-Baukasten eine Website aufbauen, sollte ich gleich auch die Domain dort erwerben können. Mir würde es nichts bringen, wenn ich eine schöne Website mittels des Websiten-Baukasten gebaut hätte, aber keine eigene Domain gehabt hätte. Ich will einen professionellen Auftritt im Internet hinlegen. Dazu gehört die eigene Domain mit dem Wunschadresse.

Neben der Auswahl der eigenen Domain, sollte diese dann auch frei von Werbung sein. Auch hier trifft der Punkt des professionellen Auftritts zu.

 

Bandbreite für die Website

Bei einigen Websiten-Baukästen wird aufgeführt, wie hoch die Bandbreite sein kann. Ich musste mich dazu erst informieren, was das bedeutet. Für mich habe ich es mit dem Inklusivvolumen meines Handyvertrags gleich gesetzt. D.h. wenn ich eine Website habe, auf der viele Bilder und/oder Videos vorliegen, und ein Besucher sich diese Bilder und Videos anschaut, verbraucht er Datenvolumen. Umso mehr Bilder und Videos ich auf meiner Website habe, desto schneller wird das Datenvolumen verbraucht. Sobald das Inklusivvolumen erreicht ist, wird meine Website gedrosselt und sie wird nicht mehr so schnell dargestellt. Dies hätte einen negativen Einfluss auf meine Wahrnehmung bei potentiellen Kunden.

Hier gibt es bei den verschiedenen Anbietern unterschiedliche Tarife und Möglichkeiten. Einige weisen aktiv darauf hin, bei einigen spielt es keine Rolle.

Für mich hat es bei der Auswahl des Anbieters keine allzu große Rolle gespielt, da ich nicht viele Bilder auf meiner Website habe und somit kaum Volumen verbraucht wird.

 

Inkludierte Emailadressen

Dieser Punkt ist für mich auch ein sehr wichtiger Punkt, da er für mich wieder zu dem Punkt des professionellen Auftritts zählt. Bei einer professionellen Website gehört es für mich dazu, dass ich mind. eine Emailadresse habe, welche die Domain beinhaltet. Z.B. markus@sidepreneur.de.

Sollte jemand einen professionellen Websiten-Auftritt haben und im Impressum stehen, dass Emails an abcd@gmx.de zu senden sind, würde ich mir die Frage stellen, mit wie viel ernst derjenige seine Website betreibt.

Aus diesem Grund ist mir dieser Punkt so wichtig. Er ist nicht bei jedem Websiten-Baukastenanbieter mit dabei. Auch ist es unterschiedlich wie viele Emailadressen mit dabei sind. Hier kommen ggf. zusätzliche Kosten auf einen zu.

 

Inkludierte Seiten

Bei diesem Punkt wusste ich zu Beginn nicht direkt was damit gemeint ist. Mittels meiner Recherche konnte ich dem Punkt auf den Grund gehen. Viele Websiten-Baukastenanbieter bieten einem nur eine begrenzte Anzahl an Unterseiten an. Hier ist es abhängig von der angedachten Struktur der eigenen Website.

Nachdem ich mir bereits im Vorfeld Gedanken zu der Struktur gemacht hatte, wusste ich bereits, dass ich eine gewisse Anzahl an Unterseiten benötigen würde.

 

Tools für SEO und Statistiken

Wie bei vielen, die sich noch nicht mit einer eigenen Website beschäftigt haben, war der Begriff SEO (Search Engine Optimization) neu für mich. Ich wusste durch meinen vorherigen Job in etwa um was es ging, aber konnte den Umfang der Tätigkeiten für SEO nicht abschätzen.

Aus diesem Grund war es gut, dass einzelne Anbieter Tools und Unterstützung beim Thema SEO anbieten. Das Thema SEO ist ein sehr wichtiges Thema und hat einen großen Einfluss auf den Erfolg (der Website). Deshalb ist es gut, wenn man unterstützt wird.

Ebenso hilft es, wenn man vereinfachte Statistiken über die eigene Website erhält. Dazu gehört es, zu wissen wie oft wird die Website aufgerufen, wie lange bleiben die Leute auf der Website, welche Seiten werden geklickt und über welchen Weg kommen die Leute zu einem auf die Website.

 

Preis

Zu guter Letzt kommt, neben all den oben erwähnten Punkten, auch noch der Preis dazu. Selbstverständlich gibt es all die Punkte nicht umsonst. Und genau hier wird es aufwändig, wenn man die Anbieter miteinander vergleicht. Leider machen die Anbieter einem das Leben nicht einfach und weisen die oben aufgeführten Punkte identisch aus. Da heißt es Geduld haben und recherchieren.

Dazu kommt, dass Anbieter, gerne Rabatte verteilen, wenn man sich als Neukunde registriert. Dies sollte bei der Auswahl auch beachtet werden.

 

Schlussfolgerung

Wie bei den anderen Themen, z.B. Definition des Wunschkunden (https://www.sidepreneur.de/wer-ist-mein-wunschkunde/), habe ich es mir bei der Auswahl des Websiten-Baukastenanbieters nicht einfach gemacht und einiges an Recherche und Zeit aufgebracht.

Nach der Auswahl eines Anbieters habe ich meine zukünftige Website erstmal OHNE kostenpflichtiges Abo erstellt. Dabei ging es mir um den Punkt, den Anbieter erst einmal ausprobieren zu können, um zu wissen, ob ich damit zurechtkommen würde.

Darüber hinaus hatte ich meine nebenberufliche Tätigkeit noch nicht beim Gewerbeamt angemeldet. Erst mit der Anmeldung kann ich die ab da entstandenen Kosten auch steuerlich ansetzen.

Aus diesem Grund lohn es sich aufzupassen, ab wann man Kosten für die nebenberufliche Tätigkeit hat.

 

Ausblick

Nun habt ihr sehr viel von mir mitbekommen, wie meine ganzen Vorbereitungen ausgesehen haben. In meinem nächsten Eintrag werden wir die Anmeldung beim Gewerbeamt betrachten und sehen, was es dabei alles zu beachten gibt. Darüber hinaus werfen wir einen ersten Blick auf meine ersten Schritte in meiner nebenberuflichen Tätigkeit. Seid gespannt. Bis bald.

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