15 Fuckups und Learnings von der Gründerachterbahn

Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Sidepreneur-Podcasts. In dieser Folge habe ich Michael Asshauer zu Gast. Er ist Unternehmer und mehrfacher Startupgründer. Gemeinsam mit seinen Mitgründern hat er in den letzten Jahren sehr viel erlebt. Aufs und Abs und auch einige Fehler gemacht, an denen er dich teilhaben lassen möchte.

Hier kannst du die Podcast Episode mit Michael anhören:

Fehler zu machen ist nicht schlimm und wir lernen auch daraus. Dennoch kann es hilfreich sein, von den Fehler anderer zu hören und daraus seine eigenen Fehler zu machen 🙂 und nicht die Gleichen wieder zu begehen. Michael hat einen erfolgreichen Exit hingelegt und sein Startup an Daimler verkauft. Inzwischen ist er auch bei der Daimler- und BMW-Tochter Reach Now angestellt. Hier liegt es ihm sehr am Herzen funktionierende Teams aus den besten Leuten aufzubauen, die ihre Arbeit lieben und gemeinsam Großartiges schaffen.

Dieses Wissen gibt er auch auf seiner TALENTE Plattform weiter, die aus einem Podcast und Magazin besteht.

In diesem Blogartikel erhältst du eine Zusammenfassung des Interviews. Wenn du dir die Folge mit Michael anhören möchtest, dann kannst du dies exklusiv über Podimo* tun.

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Hier nun die wichtigsten Erkenntnisse aus meinem Gespräch mit Michael Asshauer

1. Erzähle wirklich jedem Menschen, der in deiner Umgebung ist von deiner Idee

Erzähle wirklich jedem von deiner Idee. Denke dabei nicht nur an deine Businessfreunde oder bisherigen Geschäftspartner, sondern wirklich an alle. Das kann deine Oma sein aber auch der Taxifahrer, der dich gerade durch den Stau manövriert.

Du erhältst so ganz früh Feedback und siehst anhand der Fragen, die sie dir stellen, wo deine Idee noch nicht verstanden wird, wo Erklärungsbedarf ist. Bewege dich also nicht nur im Unternehmenskontext und erzähle von deiner Idee, sondern auch sprich auch mit Menschen darüber, die bisher noch nie davon gehört haben.

2. Co-Founder, Founder, Partner – Wähle sie mit Bedacht aus

Schau genau hin, mit wem du gründen möchtest, wenn du in Erwägung ziehst, dein Sidebusiness nicht allein auf den Weg zu bringen. Hier ist es wichtig, dass im Gründungsteam am besten die unterschiedlichsten Kompetenzen vereint sind. Es macht wenig Sinn, dass 3 Business Developer oder 4 Finanzmenschen ein gemeinsames Business gründen, sondern dass das Gründungsteam idealerweise aus Menschen mit einem Faible für Strategie und Zahlen, Techis und Kreativen vereint.

Das Gründungsteam sollte sich gut ergänzen, damit das kritische Wissen inhouse ist.

Wichtig ist auch ein Blick auf den Charakter. Wo liegen die persönlichen Stärken und Schwächen? Oftmals tut auch eine Mischung aus intro- und extrovertierten Menschen gut.

Wer gemeinsam gründet, sollte sich darüber bewusst sein, dass ihr fortan sehr viel Zeit miteinander verbringen werdet. Da sollte die Chemie einfach stimmen.

3. Arbeite hart mit deinen Mitgründern, aber feiere auch mit ihnen

Es ist natürlich wichtig, dass ihr gemeinsam fokussiert und zielorientiert an eurem Business arbeitet. Eure Beziehung sollte aber nicht nur rein geschäftlich sein. Dich sollte auch der private Mensch hinter deinen Mitgründern und auch Mitarbeitern interessieren. Arbeitet gemeinsam, aber feiert auch gemeinsam in lockerer Runde.

4. Was macht einen guten Unternehmer aus?

Ein guter Unternehmer ist jemand, der die windows of opportunity erkennt und den Mut hat, die Chancen, die er sieht auch zu ergreifen und umzusetzen. Selbstverständlich kann es sich bei der Umsetzung auch ergeben, dass die Idee nicht funktioniert. Dann heißt es, aufstehen und weitermachen.

Laut Michael Asshauer ist es nicht nötig als Unternehmer geboren zu sein. Vieles ist erlernbar. So auch das Erkennen von Business Opportunities.

5. Schaue dir mögliche Investoren genau an und prüfe, ob sie wirklich zu dir passen

Wenn du darüber nachdenkst, einen Investor mit an Bord zu holen, dann schaue auch hier genau hin. Wähle auch hier wie bei deinen Mitgründern mit Bedacht. Passt der Investor zu meiner Vision, Mission und zu meinen Werten? Du bist der Profi für deine Geschäftsidee. Sei hier also selbstbewusst. Investoren wollen von dir, dass du ihr Geld vermehrst.

6. Hire slow aber fire fast

Gerade bei den ersten Mitarbeitern solltest du dir Zeit nehmen und nach fähigen Menschen suchen, die zu seiner Vision und Mission passen. Sie formen mit dir gemeinsam dein Unternehmen und sind maßgeblich am weiteren Wachstum beteiligt.

Wenn du allerdings merkst, dass jemand nicht in dein Team passt, dann ziehe schnell einen Schlussstrich und triff eine Entscheidung. Manchmal kann es sogar eine Erlösung für beide Seiten sein.

7. Bring dein Produkt oder deine Dienstleistung schnell auf den Markt

Tüftele nicht ewig in deinem stillen Kämmerlein und erliege nicht der Perfektion. Es wird sowieso nicht perfekt sein und vielmehr ist es wichtig an den Markt zu gehen und deine Idee zu testen. Das Feedback der User und Tester ist goldwert und du kannst deine Geschäftsidee bzw. dein Produkt auf die Bedürfnisse des Marktes anpassen. Du bist oftmals nach einer Weile betriebsblind.

8. Als Gründer übernimm du das Recruiting deiner Angestellten

Als Chef und Führungskraft entscheidest du, wer in deinem Unternehmen arbeiten soll. Deshalb solltest du zumindestens bei den ersten 10 bis 20 Mitarbeitern maßgeblich am Recruitingprozess beteiligt zu sein. Wenn immer du unterwegs bist, halte Ausschau nach guten Mitarbeitern. Nur du kannst deine Vision und Mission am besten verkaufen und du stehst für das Employer Branding deines Unternehmens.

9. Gewinne die Menschen mit den unfairen Vorteilen eines Startups

Du kannst nicht die Gehälter und die Sozialleistungen eines Großunternehmens bieten. Gerade solltest du mit den unfairen Vorteilen eines Startups versuchen zu punkten. Stelle das familiäre Umfeld und die flachen Hierarchien in den Vordergrund und dass deine Mitarbeiter zu Unternehmern im Unternehmen werden. Ihr baut gemeinsam etwas auf und schafft Mehrwert.

10. Lass dein Team an deinem Unternehmen partizipieren

Überlege einmal, ob du deine Mitarbeiter in Form von Virtual Shares an deinem Unternehmen partizipieren lässt. Sie sind somit am Erfolg deines oder besser gesagt eures Unternehmens beteiligt. Sie haben also vielmehr die Chance dein Unternehmen auch als ihr Unternehmen anzusehen und partizipieren auch mit am Erfolg.

Auch im Falle eines Exits ist es wichtig, dein Team zu befragen und zu schauen, wie sie darüber denken. Eine Möglichkeit ist, nur dann zu Verkaufen wenn auch alle Mitarbeiter der gleichen Meinung sind und den Exit als Chance ansehen.

11. Lass uns über Agilität sprechen

Lebe die agile Arbeitsweise und das bedeutet knallhartes Commitment aller Beteiligten für die Prozesse. Nur wenn sich alle Beteiligten daran halten, kann es funktionieren. Ziehe deshalb auch in diesen Entstehungsprozess die Beteiligten von Anfang an mit ein und erarbeite die Prozesse mit ihnen gemeinsam. Wenn alle an einem Strang ziehen, dann bedeutet agile Arbeitsweise auch wirklich bessere Qualität in weniger Zeit und weniger gestresste Mitarbeiter.

12. Source aus, was nur geht und konzentriere dich auf deine Kernkompetenz

Konzentriere dich in deiner knappen Zeit auf deine Kernkompetenzen und source alles aus, was nicht dazu gehört. Aus Geldspargründen wird hier oft dagegen entschieden und es wird versucht, alles aus einer Hand zu schaffen. Aber du musst auch deine eigene Arbeitszeit immer dagegen rechnen. Frage dich, was den Wert deines Unternehmens ausmacht und das sind in aller Regel dein Produkt und hochqualifizierte Arbeitskräfte.

13.Führe mit Herz und Verstand

Sei ein Buddy für deine Mitarbeiter und nicht der abgehobene Chef in der Vorstandetage. Interessiere dich auch für die Sorgen des Alltags deiner Mitarbeiter. Dennoch erwarten deine Mitarbeiter auch Entscheidungen von dir und dass du führst. Eine freundschaftliche Ebene ist wichtig, aber viele Menschen wünschen sich auch die natürliche Autorität des Vorgesetzten, der zeigt, wo es langgeht.

14. Es ist erst ein Deal, wenn das Geld auf deinem Konto ist

Es kann schon alles besprochen sein. Es kann sogar schon soweit sein, dass die Verträge beim Notar oder anderswo unterschrieben wurden. Es ist erst ein Deal, wenn das Geld auch wirklich auf deinem Konto ist. Und dann wird gefeiert!

15. Sales is the key

It’s all about Sales und das Gute ist, dass du es erlernen kannst, auch wenn du nicht der klassische Verkäufertyp bist. Lerne ein paar bewährte Sales-Taktiken und du wirst mit deinem Business erfolgreich sein. Lerne dich und dein Unternehmen gut zu verkaufen.

5 der 15 Learnings hat Michael auch auf seinem Blog veröffentlicht. In Form von Bildern gibt er hier einen wunderbaren Einblick hinter die Kulissen in sein Startup-Life. Hier kannst du den Artikel lesen.

Michael Asshauer im Internet

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