Erfolgreich nebenberuflich starten als Moderatorin

In einer neuen Live-Episode des Sidepreneur-Podcasts aufgenommen beim FreelanceBash Meetup in München teilt Rebekka Bogner, Innovationsberaterin und Moderatorin, sehr offen, wie sie ihren Weg in die Freelance-Tätigkeit gefunden hat, wie sie Akquise betreibt, mit Pricing umgeht und beides mit ihrem Hauptjob vereint. 

 

Hier kannst du die Episode anhören:

 

Wer ist Rebekka Bogner?

Rebekka liebt Innovation und Neues, weshalb sie als Innovationsberaterin arbeitet. Bevor sie diese Rolle übernommen hat, war sie:

  • in einem Start-up in Tel Aviv tätig.

  • für das bayerische Wirtschaftsministerium im Silicon Valley

Ihr Herz schlägt aber nicht nur für neue Ideen, sondern vor allem für Menschen und dafür, sie zusammenzubringen. Genau das lebt sie.

  • in Beratungsprojekten

  • in zahlreichen Workshops

  • auf Events als Moderatorin und Entertainerin

Vom ersten Auftritt zur nebenberuflichen Selbstständigkeit

Der Wunsch, zu moderieren, begleitet Rebekka schon lange. Bereits im Alter von zwölf Jahren hatte sie die Chance, ein großes Event für Kinder in der Olympiahalle in München zu moderieren. Es war definitv ein prägender Moment auf einer großen Bühne in frühen Jahren für sie.

Später sammelte sie weitere Erfahrung:

  • Nebenjobs auf Messen

  • Arbeit im Cold Calling (Sie sagt hier selbst, dass sie „jegliche Menschenfurcht verloren hat“)
  • zahlreiche moderierte Workshops im Hauptjob

Die Kunden gaben ihr regelmäßig Feedback wie: „Du musst doch eigentlich ins Fernsehen, was machst du hier?“ Zwar war Fernsehen nicht ihr Ziel, doch ihre Begeisterung für Bühne und Menschen war klar spürbar. Über Jahre hinweg sagte sie immer wieder zu Freunden: „Eigentlich würde ich so gerne moderieren.“

Ein Schlüsselmoment war das Weihnachtsmusical im Showpalast München, bei dem sie eine kabarettistische Engelrolle spielte. Sie fühlte sich „wie zu Hause“ auf der Bühne und erhielt von vielen Menschen die Rückmeldung, dass sie das unbedingt weitermachen müsse. Das war der Anstoß, die nebenberufliche Selbstständigkeit als Moderatorin wirklich anzugehen. Ihr Satz dazu: „Es gibt nie den perfekten Zeitpunkt – also einfach starten.“

Was Rebekka als Moderatorin ausmacht

Gastgeberin mit Energie und Leichtigkeit

Rebekka beobachtete, dass es viele „zu graue und staubige Business-Events“ gab. Ihre Antwort darauf:

  • Menschen begeistern
  • Schwung in Events bringen
  • mit Professionalität, Leichtigkeit und „ansteckender Energie“ moderieren


Sie versteht sich als Gastgeberin auf der Bühne. Sie setzt den Rahmen und lässt vor allem die Sprecher:innen sowie das Programm glänzen.

Das Gefühl zählt mehr als die Details

Für sie ist entscheidend, welche Gefühle Menschen nach einem Event mit nach Hause nehmen. Details verblassen, doch die Stimmung bleibt. Ihr Anspruch:

  • Menschen sollen sich gesehen und abgeholt fühlen
  • das Event soll inspirieren, spannend sein und Energie geben

 

Genau dieses Feedback – „inspirierend“, „energetisierend“ und „mit leichter, frischer Energie“ – erhält sie nach ihren Auftritten immer wieder.

 

Komplexe Themen verständlich machen

Bei vielen ihrer Moderationen dreht sich alles um anspruchsvolle Themen, etwa um Innovation oder Organisationskonzepte wie Ambidextrie. Sie ist keine Fachexpertin auf diesen Gebieten, muss das Thema aber so vermitteln, dass alle im Publikum folgen können.

Ihr Vorgehen:

  • Vorbereitungs-Calls mit Panel-Gästen
    • Wer sind die Menschen?

    • Wie sprechen sie?

    • Wen muss man eher einfangen, wen eher „rauskitzeln“?

  • Vorbereitungs-Calls mit Panel-Gästen
    • Frage nach drei Schlüsselwörtern: 
      „Für welche drei Wörter stehst du in diesem Thema?“ – so erhält sie Leitplanken und Schwerpunkte.

  • Eigenes Einarbeiten & Leitfaden:
    Zunächst entwickelt sie einen groben Leitfaden, den sie anschließend mit den Beteiligten durchgeht. Dabei baut sie vorab eine Beziehung zu ihnen auf.

  • Komplexität mit Analogien und Körperübungen herunterbrechen:
    Beim Thema Ambidextrie (die Beidhändigkeit von Unternehmen zwischen Kerngeschäft und Innovation) nutzt sie beispielsweise körperliche Übungen und Analogien aus der Psychologie, um dieses Konzept greifbar zu machen.

  • Keine Angst vor „dummen Fragen“:
    Gute Moderation bedeutet für sie, den Raum für Fragen aus dem Publikum zu öffnen und Nachfragen zu stellen. 


Start in die Freelance-Tätigkeit: Akquise und Sichtbarkeit

Netzwerk als erstes Akquise-Tool

Für ihre ersten Aufträge setzte Rebekah stark auf ihr bestehendes Netzwerk. Sie hat aktiv kommuniziert:

„Ich moderiere jetzt Business Events. Kennt ihr jemanden, bei dem das passen könnte?“

Dadurch haben sich erste Türen geöffnet. Zudem ist jedes Event für sie eine Möglichkeit zur Akquise: Wenn das Publikum merkt, dass die Chemie stimmt, kommen im Anschluss oft Menschen auf sie zu, wodurch neue Kontakte entstehen.

Website, Portfolio & LinkedIn

Zum Start hat sie sich mit Canva „super quick and dirty“ eine eigene Website gebaut.

  • vorhandene Bilder von Workshops und Moderationen

  • erste Referenzen sichtbar machen

  • ein einfaches Portfolio, das man verschicken kann

 

Parallel dazu spielt LinkedIn eine entscheidende Rolle:

  • wahrgenommen werden
  • zeigen, was sie anbietet
  • regelmäßig hochwertigen themenrelevanten Content teilen

 

Ein wichtiges Learning: Gerade als Moderatorin ist es extrem wertvoll, in professionelles Videomaterial zu investieren. Denn Videos transportieren Wirkung viel besser als reine Fotos.

Positionierung auf LinkedIn: Zielkunden und Personal Brand

 

Rebekka betont, wie wichtig es ist, sich Folgendes klarzumachen:

  • Wer ist mein Zielkunde

  • Für welche Art von Events passe ich wirklich?


Sie hat eingesehen, dass sie nicht für jede Veranstaltung die richtige ist – und dass das vollkommen in Ordnung ist. Anstatt „für alle“ zu sprechen, arbeitet sie daran, ihre Zielkunden klarer zu definieren und diese dann gezielt anzusprechen.
Anfangs war es eher opportunistisch: Wo öffnen sich Türen? Wo gibt es Referenzen und gute Bilder? Mit wachsender Erfahrung hat sie ihre Positionierung geschärft.

Pricing lernen: Austausch, Pro Bono & Verhandeln

Für viele Selbstständige ist Pricing ein heikles Thema – besonders zu Beginn. So erging es auch Rebekka. Ihr Ansatz:

  • andere Moderator:innen auf LinkedIn anschreiben, die sich nebenberuflich selbstständig gemacht haben
  • offen nach deren Reise und Preisspannen fragen
  • Unterschiede erkennen zwischen Business-Events und kulturellen / Festival-Formaten (unterschiedliche Budgets)

 

Zum Start hat sie auch Pro-Bono-Events moderiert – bewusst und mit Gegenleistung:

  • wenn es Fotografinnen/Videoteams gibt
  • wenn gutes Bild- und Videomaterial entsteht
  • wenn sie die Veranstaltung inhaltlich unterstützen möchte

 

Ablehnungen wegen Preis hat sie ebenfalls erlebt. Wichtig für sie:

  • nachfragen, warum abgelehnt wurde
  • Budgetrahmen verstehen
  • prüfen, ob sich etwas verhandeln oder durch Gegenleistungen (Video, Fotos) ausgleichen lässt

Auf diese Weise lernt sie, was in welchem Bereich möglich ist und wie sie ihre Preise weiterentwickeln kann.


Synergien zwischen Hauptjob und Selbstständigkeit

Rebekka sieht ihren Hauptjob und ihre Freelance-Tätigkeit nicht als Konkurrenz, sondern als gegenseitige Bereicherung.

Bei Events sammelt sie Inspirationen, die sie wiederum in Workshops einfließen lässt. Umgekehrt helfen ihr die Fähigkeiten aus der Innovationsberatung dabei, komplexe Themen auf der Bühne zu vereinfachen.

Auch ihr Team und ihre Vorgesetzten sehen die positive Wirkung: Wenn sie von Veranstaltungen zurückkommt, bringt sie spürbar Energie mit. Deshalb wird sie in ihrer nebenberuflichen Tätigkeit unterstützt, auch wenn das manchmal bedeutet, abends um 23:30 Uhr noch an einer Moderation zu feilen.


Zeitmanagement, Prioritäten und Nein-Sagen

Nebenberuflich selbstständig zu sein bedeutet auch: Arbeiten zu Randzeiten. Rebekka managt das mit klaren Regeln und Routinen:

  • Heiliger Sonntag: ein fixer Ruhetag ohne Arbeit
  • Jeder zweite Freitag frei: bewusst geblockt für Moderation, LinkedIn-Content und Planung
  • Abends am kreativsten: Feinschliff oft ein bis zwei Tage vor dem Event

Sie arbeitet stark mit der 80/20-Regel:

  • lernen, was „80 %“ Vorbereitung im eigenen Kontext wirklich bedeutet
  • nicht alles auf 100 % perfektionieren
  • genug vorbereiten, um auf der Bühne frei und präsent improvisieren zu können

  • Wo lohnt es sich finanziell wirklich?
  • Wo kann sie viel lernen?
  • Wo wäre das allegmeine Arbeitspensum einfach zu viel?


Der Vorteil der nebenberuflichen Selbstständigkeit besteht darin, dass Sie nicht auf jeden Job angewiesen sind und Aufträge bewusst auswählen können – nach Strategie, Intuition und verfügbarer Energie.


Blick nach vorne und wichtigste Learnings

Ob sie irgendwann vollständig in die Selbstständigkeit wechseln wird, lässt Rebekka bewusst offen. Sie schätzt Teamarbeit und hält aktuell ein Hybridmodell für ideal: die Moderation ausbauen und im Hauptjob eventuell etwas zurücktreten, ohne sich festzulegen.

Rückblickend würde sie ihrem Ich von vor einem Jahr raten:

  • von Anfang an in professionelles Video-Material zu investieren
  • mit einfachen Mitteln (z. B. Canva-Website) zu starten
  • weniger zu zögern und früher „einfach zu machen“ und dann iterativ auszubauen

Wer Rebekah erreichen möchte, findet sie hier:

Webseite 
Linkedin 

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Redaktion

Peter-Georg Lutsch

Als Gründer der Sidepreneur® Plattform unterstütze ich seit über 7 Jahren nebenberufliche Gründer*innen dabei, ihre Geschäftsideen umzusetzen und ihr Unternehmen erfolgreich aufzubauen.