SP150 – Nebenberuflich starten als virtuelle Assistenz – Interview mit Sascha Feldmann

Wie du schnell und risikofrei als virtuelle Assistenz nebenberuflich starten kannst!

Willkommen zum Interview mit Sascha Feldmann zum Thema Virtual Assistence

Juliane: Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Episode des Sidepreneur-Podcasts. Heute wollen wir dir eine Möglichkeit vorstellen, wie du nebenberuflich dich nebenberuflich selbständig machen kannst, um einen Schritt in Richtung Selbstbestimmung zu kommen und unabhängiger zu arbeiten.

The virtual assistant movement

Da hat sich, würde ich fast behaupten, eine kleine Bewegung in den letzten Jahren entwickelt. Darüber wollen wir in dieser Episode sprechen. Es geht um virtuelle Assistenten kurz VA genannt. Ich habe Sascha Feldmann vom DIGITALFREI Podcast und Blog eingeladen. Er hat sich ganz speziell auf diese Zielgruppe der virtuellen Assitentinnen und Assistenten spezialisiert. Als Virtuelle Assistenz sollte man idealerweise neben dem Hauptjob starten. Wieso das der ideale Weg ist, besprechen wir in dieser Podcast-Episode.

Hallo Sascha. Ich freue mich riesig, dass du heute im Podcast bei uns bist. Stelle dich doch gerne ein bisschen ausführlicher vor, als ich es bisher getan habe.

Der Podcast und Blog zum Thema virtuelle Assistenz

Sascha: Einen schönen, guten Morgen Juliane. Vielen Dank für die ausführliche Vorstellung. Ich bin Sascha, und 32 Jahre alt. Ich habe mich vor anderthalb Jahren auf die Gruppe der virtuellen Assistenten spezialisiert. Seitdem habe ich einen Podcast gestartet und einen Blog, der zurzeit natürlich immer weiter wächst.

Podcast als Pilotprojekt

Der Podcast war das Pilotprojekt und hat anfangs dazu gedient, zu prüfen, ob ein Markt für virtuelle Assistenz überhaupt existiert. Seitdem versuche ich Content zu kreieren, zu quatschen und die Leute aufzuklären. Im Podcast spreche ich mit angehenden virtuellen Assistenten, aber auch mit Assistenten, die schon länger dabei sind. Von denen gibt es aber noch nicht so viele. Diese Bewegung steht noch am Anfang.

Juliane: Total spannend. Der Sidepreneur-Podcast war auch der Start, um erst einmal zu testen, ob es da einen Markt bzw. überhaupt ein Interesse an dem Thema “nebenberufliches Gründen“ gibt. Daraus sind die anderen “Bausteine” wie unser Blog oder unsere Facebook-Community entstanden. Es ist spannend, dass du einen ähnlichen Weg gegangen bist.

Podcasts generieren Traffic

Sascha: Das ist ganz cool, da letztes Jahr, glaube ich, der Podcast Boom kam. Dann ist die Frage natürlich, wie testest du das Ganze. Da mir das, glaube ich, ganz gut liegt, einen Podcast zu machen, habe ich mir gedacht: Okay, ich versuche das einmal mit einem Podcast, bevor ich mir mit hundert Artikeln die Finger wundschreibe.

Natürlich musst du sehen, dass Leute zuhören. Wenn du einen Blog baust, weißt du, oder ich weiß es, da ich früher Nischenseiten und Webseiten gebaut habe, dass es ganz schwierig ist, Traffic zu kriegen. Leute, die auf deinen Blog kommen. Beim Podcast ist es schon so, dass du ganz schnell eine hohe Aufmerksamkeit kriegst und damit kannst du eigentlich ganz schnell testen, ob das ganze Ding funktionieren kann.

Juliane: Und mit den transkribierten Podcast-Episoden in Form von Blogartikeln holst du die Leute ab, die lieber lesen.

Sascha: Ganz genau.

Der Begriff an sich

Juliane: Das ist echt eine coole Sache. Wir haben dieses Buzzword, Virtual Assistant/virtuelle Assistenz in den Raum geworfen. Wir selbst hier bei Sidepreneur haben seit Kurzem eine virtuelle Assistentin, die uns unterstützt. Ich habe schon einen ziemliche guten Überblick, was sich hinter dieser Abkürzung VA verbirgt. Aber magst du, für alle da draußen, eine Definition bringen? Was kann ich mir denn unter einer VA oder einem VA vorstellen?

Sascha: Ich glaube, diese klassische Definition gibt es gar nicht, da die Bereiche, die ein VA abdeckt, ziemlich breit gefächert sein können. Diesen Begriff virtuelle Assistenz habe ich in den USA bestimmt vor vier Jahren schon gesehen und das schwappt seit anderthalb Jahren nach Deutschland über. Man kann eigentlich sagen, dass man als VA alles abbilden kann, was digitalisiert werden kann.

Die virtuelle Assistenz deckt alles ab, was digitalisiert werden kann

Wenn du zum Beispiel jemand bist, der Events veranstaltet, aber jemanden brauchst, der dich dabei unterstützt, kann das natürlich jemand tun, der nicht unbedingt neben dir sitzt im Büro, sondern auch zu Hause sitzt. Dort kann er Veranstaltungen für dich einbuchen, unterstützt dich bei deiner Arbeitsweise, bei allem, was digital gemacht wird: Termine buchen, E-Mails beantworten. Deine VA hat heute z. B. unseren Termin vereinbart. Du kannst natürlich auch Texte schreiben, du kannst Social Media Posts von einem VA schreiben und planen lassen. Quasi alles, was du digitalisieren kannst.

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Freelancer versus virtuelle Assistenz

Das Komische ist, der Begriff virtuelle Assistenz, wie ich gerade gesagt habe, kommt aus dem amerikanischen Raum. Den Begriff Freelancer dagegen gibt es schon, keine Ahnung wie viele Jahre. Nur bringt man den  Begriff Freelancer einfach nicht in Kontakt mit dieser virtuellen Arbeit. Als Freelancer bist du jemand, der selbständig ist, aber im Kopf hat man gar nicht, dass der das von zu Hause aus machen kann und in deinem digitalen Umfeld arbeiten kann.

Von daher bezeichnet der Begriff „Virtuelle Assistenz“ dieses Arbeitsverhalten, welches es meiner Meinung nach schon lange gibt. Aber jetzt erst wird er immer populärer und viel mehr Leute springen darauf auf von zu Hause aus zu arbeiten.

Virtuelle Assistenz versus digitale Nomaden

Man hat bestimmt schon einmal den Begriff „digitale Nomaden“ gehört und da hat man das so im Kopf, dass man reisen will. Klar, man kann auch reisen, wenn man als VA tätig ist, aber da ist viel mehr im Vordergrund: Ich möchte von zu Hause aus arbeiten. Ich möchte meine Zeit selber einteilen. Ganz viele Frauen sind in meiner Community. Wenn sie Kinder bekommen, möchten sie sich die Zeit frei einteilen. Von daher ist der Begriff virtuelle Assistenz so breit gefächert, dass es DIEperfekte Definition dafür einfach nicht gibt.

Gängige Angebote von virtuellen Assistenten

Juliane: Kannst du aus deiner Community  heraus sagen, welche Arten von Arbeit besonders oft angeboten werden?

Sascha: Wenn die Leute damit in Kontakt kommen, sind Backoffice-Aufgaben ganz typisch, glaube ich. Wie ich eben schon gesagt habe, zählen dazu Termine machen, Rechnungen schreiben, Anfragen erledigen. Auch für Leute, die Buchhaltung pflegen.

Von Backoffice-Aufgaben kann ein Selbständiger nicht leben

Wenn die Leute starten, ist das Problem hinterher,  dass sie ganz schnell merken, dass sie von diesen Backoffice Aufgaben nicht leben können, da du als Selbständiger einen höheren Stundenlohn brauchst als in deiner Festanstellung. Das wirst du feststellen, wenn du wirklich arbeitest. Dann hast du nicht nur einen Stundenlohn von 15 Euro, sondern musst schauen, dass du an die 60 Euro kommst.

Spezialisierung für einen höheren Stundenlohn

Ich sage mal mit Anführungszeichen, nur mit „E-Mail schreiben für deinen Kunden“ wird er keine 60 Euro bezahlen. Beim Eintritt sind es meistens diese Backoffice Aufgaben, aber dann, zu einem späteren Zeitpunkt, sollte man sich spezialisieren, damit man einen höheren Stundenlohn veranschlagen kann.

Juliane: Was sind das für Spezialisierungen? Was kennst du aus deiner Community?

Spezialisierung “Podcast”

Sascha: Ganz cool ist, dass sich im digitalen Zeitalter echt viel tut. Bleiben wir mal beim Thema Podcast. Ich sehe, dass viele Leute Podcastservice anbieten. Das heißt, wir beide nehmen hier diese Podcastfolge auf und du legst die Folge irgendwo ab und dein VA schneidet das Ding hinterher, legt dir ein Intro dran, ein Outro dran und du hast damit nichts mehr zu tun. Das ist zum Beispiel eine Spezialisierung. Der VA spezialisiert sich auf Podcast.

Spezialisierung “Social Media”

Oder aber ein VA spezialisiert sich auf Social Media. Das heißt am Beispiel: Sidepreneur hat verschieden Kanäle, die bespielt werden müssen. Du stellst die Fotos zur Verfügung und dein VA kümmert sich um den ganzen anderen Kram, dass alles erledigt wird. Also, dass du dich, wie man so schön sagt, um dein Kerngeschäft kümmern kannst.

Spezialisierung “Webdesign und Sales Funnel”

Eine Spezialisierung ist Webdesign. Mit dem Aufbau von Sales Funnels, kannst du dich ebenso spezialisieren. Das sind die Sachen, die ich sehe, die momentan im Kommen sind. Vor allem der Social Media Bereich ist ganz stark im Kommen.

Juliane: Ja, das merke ich auch, auf jeden Fall. Wenn man so im Netz unterwegs ist und in verschiedene Gruppen Mitglied ist, dass gerade in dem Bereich unheimlich stark gesucht wird.

Sascha: Ja, absolut.

Vorteile des Berufsbildes

Ortsunabhängigkeit

Juliane: Du hast schon erwähnt, dass eines der großen Vorteile ist, dass es eine digitale Arbeit ist. Man kann zum Beispiel vom Homeoffice aus arbeiten, was sich viele wünschen. Was siehst du denn noch für große Vorteile in diesem neuen Berufsbild?

Selbstbestimmung

Sascha: Ich kann hier von mir sprechen. Warum ich das gemacht habe und das sehe ich auch bei vielen anderen Leuten. Ich glaube, jeder möchte ein bisschen selbstbestimmt sein. Ich war so eine Person, die sich im Angestelltenverhältnis schlecht etwas sagen lassen konnte. Deswegen habe ich natürlich geschaut, was ich da machen kann. Dann hat sich das herauskristallisiert, das man sich selbständig machen kann in der digitalen Form, wie auch immer.

Freie Zeiteinteilung

Bei vielen Leuten, vor allem bei den VAs, habe ich schon angesprochen, sind es viele Frauen. Die meisten haben Kinder und sind alleinerziehend. Die möchten einfach für sich bestimmen können, okay, ich bringe mein Kind jetzt zum Kindergarten oder hole es von der Schule ab und wenn ich dann die Rechnung schreibe, ist es mir überlassen, wann ich das tue.

Eine bestimmte Art von Freiheit ist, glaube ich, den Leuten, ganz, ganz wichtig. Ich muss dazu sagen, man hat in erster Linie immer den Gedanken, ich arbeite selbständig, aber man kann natürlich auch in der Festanstellung aus dem Homeoffice arbeiten. Das ist auch eine Art virtuelle Assistenz. Dabei kann man auch glücklich sein. Aber die freie Zeiteinteilung ist, glaube ich, das A und O, was den Leuten ein bisschen Freude macht, wenn Sie dann selbständig arbeiten.

Selbständigkeit erfordert Selbstdisziplin

Was natürlich wieder Gefahren birgt, wenn du auf einmal deine Zeit selbst einteilen musst. Die Larifari-Sachen sind natürlich auch stark. Du stehst morgens für dich selber auf. Das Liegenbleiben ist sehr verlockend am Anfang. Da musst du aufpassen. Aber wenn man das geschafft hat, ist diese Selbständigkeit, zu bestimmen, wann man was macht und wie man es macht, der mega Vorteil.

Starte nebenberuflich!

Juliane:  Ich habe das Gefühl, wenn ich verschiedene Gruppen sehe, wo Selbständige unterwegs sind, dass als VA zu starten ein echt charmanter Weg ist, gerade nebenberuflich, erst einmal loszulegen und nicht all-in zu gehen. Warum ist das so, dass das viele als Möglichkeit nutzen erst einmal nebenberuflich loszulegen?

Sascha: Das empfehle ich jedem. Jedem, der über den Tellerrand schaut und denkt, oh, das hört sich ganz cool an, was kann ich denn da machen? Vielleicht fange ich einmal an, mit Terminbuchungen für Kunden, die ich finde. Auf jeden Fall nebenberuflich starten, da es ganz klar ist, dass, wenn du mit deiner Tätigkeit startest als VA, wirst du nicht sofort das Geld verdienen, was du in der Festanstellung verdient hast. Das wird nicht in den nächsten zwei, drei Monaten passieren, das dauert. Das kann ein Jahr dauern, das kann zwei, drei Jahre dauert.

Ausnahmen bekommen gute Gehälter

Nur Ausnahmen gelingt es innerhalb kurzer Zeit von den Einnahmen leben zu können.

Es gibt natürlich die Ausnahmen. Von hundert Personen schaffen es vielleicht zwei, die sofort nach drei Monaten mega durchstarten und sofort das Einkommen haben, was sie in der Festanstellung haben. Aber das ist in der Regel nicht der Fall und das Schöne ist, wenn du nebenberuflich startest, ist die Fallhöhe einfach gering oder eigentlich ist sie gar nicht da, weil was passiert, wenn es nicht klappt mit deiner nebenberuflichen Selbständigkeit? Dann bin ich immer noch im Beruf, wo ich jetzt bin. Man hat nicht die Gefahr, dass man auf einmal da steht und nichts mehr hat. 

Bei Vollzeit Start mit Ersparnissen absichern

Wenn man so ein Typ ist und dann trotzdem sagt, so ich gehe jetzt voll all-in. Dann würde ich demjenigen raten, habe wenigstens Geld für ein Jahr an die Seite gelegt, damit du davon leben kannst. Da es, wie gesagt, schwer ist sofort zu starten. Viele denken, geht sofort, super cool, alles funktioniert, yeah, hier bin ich. Dann fängt man mit der Kundensuche an und hat den Salat. Von daher auf jeden Fall zu 1000% nebenberuflich starten. Die Fallhöhe ist so gering und es kann eigentlich nichts passieren.

Juliane: Wunderbar. Bist du selbst nebenberuflich gestartet?

Studium und Side-Business

Sascha: Ja, ich bin zuallererst neben dem Studium gestartet. Also bei mir hat es zum Ende des Studiums angefangen. Schon immer habe ich Webseiten gemacht. Jetzt noch betreue ich Leute,  die eine Webseite brauchen. Ich erstelle diese Webseiten und baue Funnels auf.  Damals bin ich da über Nischenwebseiten hineingekommen. Ich habe im Affiliate-Marketing herumgeschnuppert und habe das, wie gesagt, zum Ende des Studiums gemacht.

Ohne das Mindset zum Unternehmertum

Ich hatte aber nie den Gedanken, dass ich mich selbständig machen kann, da ich damals von der Online-Welt noch keinen Plan hatte wie jetzt. Mir war das nie bewusst, dass man selbständig etwas machen kann. Ich dachte, man muss die Firma vom Urgroßvater erben, damit man eine Stahlfirma übernehmen kann. So in der Richtung. Da ich nicht aus einer Unternehmerfamilie komme, hatte ich kein Mindset dafür. Es sind alles Arbeitnehmer. Also gar kein Mindset dafür. Dann habe ich da hineingeschnuppert. Dann stößt du da natürlich auf digitale Nomaden usw., liest das eine oder andere Buch.

Karriereknick: Kein Uniabschluss

Dann war es so, dass mein Studium zu Ende war. Ich hatte noch eine Prüfung. Wirtschaftsmathematik, dritter Versuch. Da bin ich durchgefallen. Das Studium war komplett im Eimer. Du denkst natürlich erst einmal, was machst du. Dann habe ich verschiedene Marketingagenturen angeschrieben, weil ich immer in das Eventmarketing, Eventmanagement hineinwollte, da ich das ganz gut kann. 

Projektleitung in Marketingagentur

Dann habe ich geschaut, was Leute dazu sagen, wenn jemand das Studium nicht geschafft hat. Ich muss dazu sagen, davor habe ich eine Industriekaufmann-Ausbildung gemacht. Das war ein kleiner Pluspunkt wenigstens zumindest. Ich habe mich einfach beworben. Ich war noch gar nicht exmatrikuliert und hatte schon eine Stelle als Projektleiter in einer Marketingagentur in Köln gefunden.

Side-Business und Vollzeitanstellung

Ich habe meine Selbständigkeit aber trotzdem weiter gemacht. Ich habe weiter Webseiten gebaut und das mit dem Arbeitgeber auch abgestimmt. Habe weiter geguckt. Amazon FBA gemacht, was einem vielleicht was sagt. Die Arbeit als Freelancer oder VA habe ich nebenberuflich immer weiter gemacht. 

Bis ich dann immer weiter in der Materie drin war und gesagt habe, wenn ich in der Zeit, die ich eigentlich in der Agentur verbringe, Vollgas gebe, dann könnte das funktionieren. Denn im  Agenturalltag war ich morgens der Erste und abends der Letzte, der geht. Diese Zeit, habe ich mir gedacht, kannst du einfach besser nutzen. Deswegen bin ich dann Anfang 2017 all-in gegangen.

Finanzielle Sicherheit des Hauptjobs

Also, ich konnte auf jeden Fall gut leben, von dem, was ich nebenberuflich verdient habe. Es war noch nicht so viel, wie in der Festanstellung, aber ich habe gesagt, alles klar, jetzt höre ich auf. Ich habe es aber anfangs nebenberuflich gemacht und hätte ich es, glaube ich, nicht nebenberuflich gemacht, wäre diese Sicherheit, die ich gebraucht habe, wäre die nicht gewesen, weiß ich nicht, ob ich es gemacht hätte.

Sidepreneurship ist charmant

Juliane: Das ist gerade bei unseren Zuhörerinnen und Zuhörern oder bei unserer Zielgruppe so ein Punkt: die Sicherheit. Wir sind meist sehr sicherheitsliebend und klar, am Ende des Tages müssen wir alle unsere Rechnungen bezahlen. Daher ist das nebenberufliche Gründen so charmant, da man über den Hauptjob seine Sicherheit behält. Klar man muss sich anders, besser organisieren, da man weniger Zeit hat. Aber dieser Sicherheitsfaktor gegenüber dem Thema sofort Geld verdienen zu müssen über die Selbständigkeit, der ist in der Festanstellung gegeben.

Sascha: Absolut. Es gibt natürlich, wie ich gerade gesagt habe, diejenigen, die Druck brauchen und dann extrem gut arbeiten. Die gibt es natürlich auch. Aber ich würde immer nebenberuflich starten.

95 % der Community sind Frauen

Juliane: Du hast im Verlaufe unseres Gesprächs öfter gesagt: Ein VA. Das ist so richtig aufgefallen, weil bei mir dieser Beruf oder dieses Berufsbild der virtuellen Assistenz doch sehr, sehr weiblich besetzt ist. Da man das natürlich aus unserem Angestelltendasein so kennt, dass Assistenzen meist mit Frauen besetzt sind. Wie sieht es denn bei deiner Community aus? Sind es hauptsächlich Frauen?

Sascha: Absolut. Ich würde sagen 95 % der Community sind Frauen. So richtig erklären kann ich es mir nicht. Man vermutet natürlich und man fragt natürlich immer ein bisschen. Bei den Männern ist es, glaube ich, meistens so, dass sie viel mehr technische Sachen erlernen, wie z. B. Programmierung und die Frauen dann doch eher nicht mit dem technischen Kram in Zusammenhang gebracht werden.

Warum gibt mehr Frauen als als virtuelle Assistenten?

Die virtuelle Assistenz hat immer diesen Begriff Assistenz noch hinten dran und das ist nicht ganz cool. Mit einer Assistenz bringt man die Billiglöhner in Verbindung. Das ist es aber voll und ganz nicht. Frauen stolpern wohl vermehrt über diesen Begriff. Ich habe jetzt in den letzten Monate festgestellt, dass immer wieder ein paar Männer dazu kommen.

Das Witzige ist, in dem Podcast, den ich mache, ich glaube, ich hatte einen Mann zu Gast. Und das bei 60 Folgen. Da sieht man schon, dass Frauen eher über diesen Begriff der virtuellen Assistenz stolpern als Männer. Oder die Männer einfach nicht damit herausgehen. Ich kann es mir nicht erklären, warum das der Fall ist.

Die erste eigene Konferenz

Im Oktober letzten Jahres habe ich eine kleine Konferenz in Hamburg durchgeführt. Das Bemerkenswerte war, dass bis auf mir und einen weiteren Mann nur Frauen teilgenommen haben. Da kann man auf jeden Fall schon eine Tendenz sehen, dass die Frauen da ein bisschen wissbegieriger sind. Vielleicht ist es so, dass dadurch, dass ich mitgekriegt habe, dass es viele Mütter sind, dass die Frauen sich mehr damit beschäftigen, irgendetwas zu machen neben dem Mutterdasein. Das Witzige ist natürlich auch, dass ich das als Mann gestartet habe.

Juliane: Ganz genau und dass du trotz allem deren Vertrauen genießt. Wenn es so eine starke weibliche Community ist, dann ist das schon sehr bewundernswert.

Tatsächlich habe ich mich gerade gefragt, ob du nicht doch Peter besser in den Podcast eingeladen hättest. Nicht wir hätten das Interview für deinen Podcast führen sollen. Für deine Männerquote wäre das ganz gut gewesen. Die hätte sich dadurch erhöhen können.

Facebook-Gruppen von Frauen für Frauen

Sascha: Ja, vielleicht hole ich ihn noch einmal mit dazu. Aber das ist echt ganz witzig, da ich natürlich gesehen habe, dass es in den USA ebenso viele Frauen machen. Momentan sieht man immer mehr Gruppen in Facebook, wo nur Frauen hineinkommen. Frauenpower usw. Vielleicht ist das aber nur meine Wahrnehmung. Ich finde das alles cool. Wenn man bedenkt, dass Frauen immer schlechter bezahlt wurden, ist es mega cool, dass die sich zusammenschließen und zusammen den Weg gehen.

Gemischte Gruppen liefern verschiedene Sichtweisen

Für mich ist es allerdings so, dass es mir total egal ist, ob ich mit einem Mann oder einer Frau rede. Wir wollen alle ortsunabhängig arbeiten und ich glaube, es ist besser, wenn man beide Sichten sieht. Klar, spricht man mit einer Frau etwas anders als mit einem Mann oder man geht anders darauf ein, aber ich finde trotzdem cool, dass man verschiedene Sichtweisen hat. Deswegen finde ich es cool, wenn alle zusammengemixt sind. 

Networking-Bewegung

Juliane: Ich beobachte auch, dass wir Frauen uns momentan stark verändern. Dass es da eine ganz andere Bewegung gibt, dass wir uns noch mehr vernetzen und sagen, jetzt starten wir richtig durch. Wir können das nämlich genauso gut, wenn nicht sogar besser. Deshalb finde ich diese Frauen-Communitys durchaus sinnvoll und dass man sich manchmal in diesem reinen Frauenkreis austauscht.   

Aber ich schätze es auch sehr, dass wir in unserer Sidepreneur-Community bewusst beide Geschlechter ansprechen. Bei unseren Hörern und Lesern ist es so, dass hier die Männer noch in der Überzahl sind.

Den Stammtisch besuchen eher Männer

Sascha: Ich finde in dem Zusammenhang etwas verwunderlich, dass zu den verschiedenen Stammtischen, die ich seit Anfang des Jahres organisiere, immer mehr Männer kommen. Das verstehe ich nicht. Ich versuche meiner Community immer beizubringen, dass das Netzwerken das A und O ist. Komischerweise kommen mehr Männer als Frauen. Da habe ich noch nicht den Durchblick, warum das denn so ist.

Juliane: Finden die Stammtische denn abends statt?

Sascha: Ja, das ist so Feierabendbier-mäßig.

Meetings zu verfügbaren Zeiten für Mütter anbieten

Juliane: Das kann es vielleicht sein. Also es ist nur ein Impuls meinerseits, dass das der Grund sein könnte. Wenn in der Community viele Mütter vertreten sind, die dann entweder noch kleine Kinder haben oder die Partner noch nicht so früh am Abend zurück ist, um die Kinder zu übernehmen. Vielleicht wäre es eine Idee, die Meetups tagsüber zu machen, wo sie die Kinder mitnehmen können oder wo sie in der Kita oder Schule sind.

Sascha: Das könnte man machen. Gute Idee!

Juliane: Frauen netzwerken anders. Ich glaube, dass Frauen, also ich würde jetzt nicht sagen, dass wir nicht netzwerken können, dass auf keinen Fall, aber doch eine andere Art und Weise des Netzwerkens haben.

Sascha: Coole Idee. Das könnte ich tatsächlich umsetzen.

Sidepreneur-Community ist ausgewogen

Juliane: Am Dienstag fand wieder unser Sidepreneur-Meetup hier in Frankfurt statt. Ich war total erfreut, weil das Verhältnis zwischen weiblichen und männlichen Teilnehmern dieses Mal sehr ausgewogen war. Wir hatten einen Panel-Talk, da waren zwei Männer und zwei Frauen beteiligt und auch die Community, die vor Ort war, war sehr gmischt. Da bin ich echt happy, dass sich das in diese Richtung entwickelt und wir immer mehr Frauen für das nebenberufliche Gründen und Unternehmertum begeistern können. 

Die DIGITALFREI Communitys

Wir haben jetzt von Communities gesprochen.  Wo ist denn deine Community? Wo können wir die denn finden?

Sascha: Es gibt drei Anlaufplätze. Einmal der Podcast DIGITALFREI. Dort findet man natürlich die Folgen, die ich mit den virtuellen Assistenten aufnehme. Dann gibt es zwei Facebook-Gruppen, die ich betreue. Eine ist communitymäßig, wo ein Austausch stattfindet und  eine Jobsuche-Gruppe, wo Jobs gepostet werden. Das andere ist der Blog, den ich mit Inhalten, die weiterhelfen, fülle.

Saschas Geschäftsidee hinter DIGITALFREI

Juliane: Wie unterstützt du denn deine Zielgruppe? Du hast eine Idee hinter deinem Blog, hinter deinem Podcast. Du machst es mit Sicherheit nicht nur, weil du so viel Zeit hast und einfach nur Gutes tun möchtest. Wie unterstützt du denn Menschen, die sich als virtuelle Assistenz selbständig machen wollen?

Sascha: Irgendwie schwebe ich in der Mitte. Ich habe einerseits meine Freelancer-Tätigkeit, die viel Zeit einnimmt. Das ist mein Brot, was ich verdiene. Dann ist das Projekt DIGITALFREI, was mega viel Zeit in Anspruch nimmt, was aber natürlich kein Hobby bleiben soll. Ich möchte ja den Shift machen und nur noch DIGITALFREI machen und vielleicht noch ein bisschen freelancen. Das ist meine Wunschvorstellung.

Content aus eigener Erfahrung

Nun dazu wie ich versuche den Leuten zu helfen. Ich würde mich nie im Leben Coach oder Trainer nennen oder so ähnlich. Es gibt genug Möchtegern-Coaches in der Online-Welt. Sondern ich versuche, den Leuten den Start zu erleichtern, wenn sie bereits angefangen haben. Ich möchte ihnen mit den Erfahrungen aus meiner eigenen Selbständigkeit auf die Sprünge helfen. Denn ich kann nur noch davon sprechen, was ich gemacht habe.

Ich könnte mir auch alles schön anlesen und dann wiedergeben, aber das ist nicht so meins. Ich sage den Leuten nur, wie ich es gemacht habe und das mache ich genau so auch im Podcast und in den Blogartikeln.

Durch Erfahrung geschulter Blick auf Probleme

Es hat sich herausgestellt, dass, wenn man etwas länger macht, man hinterher herausfindet, wo die Probleme der Community liegen. Die Probleme sind folgende: Welche Dienstleistungen, mit denen ich genug Geld verdiene, kann ich anbieten? Denn, wie ich schon angesprochen habe, nur mit Backoffice-Aufgaben, wirst du nicht Vollzeit arbeiten können. Wenn du es ein bisschen machst, um nebenbei zu verdienen, alles cool, wird funktionieren. Aber in Vollzeit wird es nicht funktionieren.

Akademie für technisches Wissen mit Experten

Deswegen habe ich mir eine Akademie ausgedacht, die im Juli starten wird. Dort werde ich den Leuten technisches Wissen vermitteln. Ich kann aber nur das technische Wissen vermitteln, welches ich wirklich beherrsche. Deswegen hole ich mir für Themen, bei denen mir die Erfahrung fehlt, Experten an Bord, die auf ihren Gebieten professionell sind.

Sagen wir mal, du möchtest YouTube-Videos schneiden. Kann ich nicht. Bei mir sieht’s schlecht aus, wenn ich das mache. Aber dann hole ich einen Experten rein, der dir erst einmal erzählt, was du beachten musst und wie du das technisch umsetzen musst.

Dann gibt es zum Beispiel die Leute, die mit Suchmaschinen-Optimierung starten möchten. Den Leuten werde ich sagen, was Suchmaschinen-Optimierung ist und wie du Suchmaschinen-Optimierung als Dienstleistung anbieten kannst.

Die Akademie ist eine Veranstaltung von DIGITALFREI

Das ist der nächste große Step, was DIGITALFREI angeht. Das ist die Akademie*, wo es Kurse gibt, die Selbstlernkurse sind. Es gibt Masterclasses, wo Experten noch einmal zu bestimmten Themen sprechen.

Vision: Virtuelle Community wird virtueller Mastermind

Aber was ich viel mehr forcieren möchte ist, dass die virtuelle Community eine große virtuelle Mastermind wird. Mit Coworking Sessions, was sich komplett verrückt anhört.  Wenn man es digital macht, da du ein Laptop anhast, eine Kamera und dich mit Leuten in Zoom triffst und arbeitest. Schräg, aber es funktioniert. Du bist produktiver.

Für den ein oder anderen ist das natürlich nichts. Ich dachte vorher auch, dass das kompletter Unsinn ist. Aber es ist echt gut und das möchte ich anderen Leuten anbieten. Diese virtuelle Zusammensein, Fragen gegenseitig beantworten, Jobs gegenseitig zuschieben, dass da eine Gruppendynamik entsteht und den Leuten ein bisschen in den Hintern getreten wird. Das ist nur für Leute, die wirklich Lust haben, durchzustarten und nicht nur ein bisschen nebenbei zu machen.

Ich sage ganz stark, ich bin kein Motivationsguru und sage, in 14 Tagen schaffst du das und super und wir hüpfen alle im Kreis, sondern das ist wirklich arbeiten.

Kontakte und Hilfe für Einzelunternehmer durch Coworking Sessions

Juliane: Ich finde diese Coworking-Sessions echt gut. Ich habe zwar lange nicht mitgemacht, aber wenn man so Themen auf dem Tisch hat, die man vor sich herschiebt, committet man sich zu Beginn der Session und sagt, so, das habe ich bis zum Ende durchgezogen und die anderen „überprüfen“ das. Oder man kann sich nach 50 Minuten Arbeitszeit 10 Minuten Pause gönnen und quatschen. So wie es im echten Büro jeden Tag geschieht. Das ist eine ganz tolle Möglichkeit in Kontakt zu sein und nicht immer allein vor seinem Computer zu werkeln. Das ist ein ganz tolles Angebot. 

Sascha: Absolut. Da ist es wieder: Netzwerken. Das ist klar. Also digital, aber besser als allein in seinem stillen Kämmerlein zu sitzen.

Einfach loslegen ohne zu viel nachdenken

Juliane: Ganz genau. Was ist denn dein ultimativer Tipp für alle, die nebenberuflich selbständig sind.

Sascha: Der ultimative Tipp ist, glaube ich, dass man sich am Anfang nicht zu viele Gedanken machen sollte, wie man startet. Da kann ich wieder nur aus meiner Sicht reden. Ich mache einfach und gucke, wie sich das Ganze entwickelt. Das heißt, wenn du hauptberuflich angestellt bist, kannst du die Gedanken immer vor dir herschieben. Ja, ich mache irgendwann etwas. Dann kommt es aber trotzdem nie dazu.

Von daher würde ich einfach versuchen, sich zu überlegen, was kann ich aus meinem Job adaptieren? Könnte ich da vielleicht in eine andere Richtung gehen, womit ich Kunden unterstützen kann und dann versuchen die ersten Kunden zu kriegen. Vielleicht im näheren Umfeld. In der Familie davon erzählen, Freunden davon erzählen. Dann einfach loslegen und gucken, ob das Ganze funktioniert.

Fallhöhe im Side-Business anfangs sehr gering

Ich würde mir da echt keine großen Gedanken darum machen, ob es klappt oder nicht, denn man startet nebenberuflich und die Fallhöhe ist sehr gering.

Juliane: Vor allen Dingen, was mir gerade einfällt, gerade mit den Jobs, die du genannt hast im Social Media Bereich und Backoffice-Bereich: Das Investment ist ziemlich gering. Also es kann fast nichts schiefgehen.

Sascha: Genau. Du brauchst einen Laptop.

Juliane: Man lässt es dann entweder sein, wenn man merkt, ist doch nicht mein Ding oder es läuft richtig gut an und man kann es weiter ausbauen.

Side-Business DIGITALFREI

Du hast vorhin von deiner Freelancer-Tätigkeit gesprochen und von DIGITALFREI. Das heißt, dass du da ein Sidepreneur bist, oder?

Sascha: Ja, so kannst du das sagen. Ich habe meine Haupttätigkeit als Freelancer, als VA. Nebenbei mache ich DIGITALFREI, was sich als immer schwieriger herausstellt.

Juliane: Das ist auch beim Sidepreneurship so, dass man hin und her shiften muss.  Womöglich hat der Hauptjob am Anfang einen ziemlich großen Anteil und wird dann immer weniger zugunsten des Sidebusinesses.

Virtuelle Assistenz zur Unterstützung im Side-Business

Sascha. Genau. Ich bin jetzt in der glücklichen Lage, dass ich zwei virtuelle Assistentinnen habe, die mir unter die Arme greifen. Das ist mega krass, wie viel Zeit man dadurch spart.

Juliane: Ja, auf jeden Fall.

Wer inspiriert ?

Welche Unternehmerpersönlichkeit inspiriert dich besonders und was denkst du, welches Buch sollte man gelesen haben, wenn man sich mit Unternehmertum beschäftigt, mit dem Gründen nebenbei.

Sascha: Man kennt natürlich diese ganzen Leute, wie Gary Vaynerchuk*, Elon Musk* oder Tim Ferriss*. Das sind die ganz großen, die immer auf den Tisch kommen, wenn es um Unternehmertum geht.

Aber ich habe sogar eine Frau auf dem Zettel, die vielleicht gar nicht so bekannt ist und gar nicht so krass in den Medien vertreten ist, aber ich finde es mega cool, was sie macht. Es ist Verena Pausder. Hast du sie schon mal gehört?

Juliane: Nein. Sagt mir nichts.

Digital-Werkstatt:  Kinder spielerisch an die digitale Welt heranführen

Sascha: Sie hat die Digital-Werkstatt erfunden. Die Digital-Werkstatt für Kinder. Ich finde es mega spannend, was sie macht. Sie hat quasi die verschiedenen Lernlabore in verschiedene Städte gebracht, ich glaube mittlerweile in fünf oder sechs Stück. Sie bringt Kindern spielerisch den Umgang mit digitalen Medien bei, programmieren usw. Ich finde ihren Ansatz toll, da sie selber sagt und ich stehe da voll hinter, das Schulsystem, so wie es ist, ist nicht ganz so cool und die Welt digitalisiert sich krass.

In der normalen Bildung wird nichts dafür getan. Man kennt das, glaube ich, wenn man klein ist, lernt man schnell Sprachen, man lernt sowieso ganz schnell. Deswegen finde ich das bemerkenswert, was sie da aufgebaut hat mit diesen digitalen Werkstätten, um den Kindern eine Plattform zu geben, schon früh zu programmieren und das spielerisch kennenzulernen. Das finde ich cool.

Mit der Digital-Werkstatt wird Innovation in Deutschland gefördert

Juliane: Von der Digital-Werkstatt habe ich schon gehört. Ich bekomme sogar den Newsletter. Ich glaube, das läuft in Kooperation mit Haba, einem Spielzeughersteller. Auch in Frankfurt gibt es eine. Auf der re-publica, meine ich, hatte sie einen Stand.

Sascha: Ja, finde ich mega. Sie hat eine unternehmerische Vergangenheit. Das sollte man sich ansehen.

Juliane: Vor allen Dingen bringt sie die neue Generation voran, die unternehmerische Denke brauchen, um hier in Deutschland Innovation weiter voranzutreiben.

Sascha: Ja, absolut. Ich hatte in einem Podcast, wo sie zu Gast war oder in einem Interview gehört: Es wurde ihr die Frage gestellt, warum sie nicht in die Politik geht, um da etwas anzutreiben. Da hat sie ganz klar gesagt, das dauert ihr zu lange. Deswegen nimmt sie das selber hin die Hand.

Juliane: Sehr cool.

Buchtipp „The one thing“ von Gary Keller*

Und welches Buch hat dich besonders inspiriert?

Sascha: Es gibt natürlich die Sachen, wo es dann erst einmal Klick macht. Bei mir ist das, glaube ich, wie bei allen anderen gewesen: Es  war Tim Ferriss mit dem Buch „Die 4-Stunden-Woche“*, das mich damals zum Anregen  gebracht hat, was man doch alles machen kann als Selbständiger. Welches Buch mich besonders inspiriert hat, was mich anfangs weitergebracht hat in meiner selbständigen Tätigkeit, war „The one Thing“ von Gary Keller*. Denn es ist eine echte Herausforderung, wenn du deine Zeit selber einteilen musst. Also du bist komplett für dich selbst verantwortlich.

Strukturiertes, produktives Arbeiten

Das ist so, als würde man ein kleines Kind erziehen. So musst du dich erziehen. Morgens aufzustehen, wann du Feierabend machst, wann du Pause machst, wie du Sachen angehst, wie du E-Mails liest, ob du immer erreichbar bist. Das sind alles Dinge, die stören oder halten ab von Produktivität. Da ist dieses Buch krass geschrieben mit geilen Tipps. Man sollte immer ein Kapitel lesen und dass versuchen umzusetzen, weil das Buch, so krass ist um deine Produktivität zu steigern.

Juliane: Wunderbar. Toller Lesetipp. Werde ich auf meine Leseliste setzen. Mal sehen, ob ich es schaffe zu lesen und umzusetzen.

Ich danke dir vielmals, dass du dir die Zeit genommen hast, Sascha, heute etwas Einblick zu geben in das Berufsbild der virtuellen Assistenten. Was da möglich ist und was deine Erfahrungen in dem Bereich sind.

Ausdrücklich: Starte nebenberuflich… ohne Perfektionismus!

Du hast jetzt die Bühne für ein Abschlussstatement für unsere Zuhörerinnen und Zuhörer. Was möchtest du den Sidepreneuren mit auf den Weg geben?

Sascha: Wir haben es, glaube ich, schon ein paar Mal angesprochen. Wenn ihr starten wollt in die Selbständigkeit, startet nebenberuflich, denk nicht zu viel darüber nach, wie du startest, es kommt immer alles anders.

Viele Leute starten mit Backoffice-Aufgaben und vom Bauchladen gehen sie hin zu einer Tätigkeit, die sie wirklich ausüben wollen. Von daher einfach machen, nicht darüber nachdenken, loslegen und dann schauen, wohin die Reise führt. Nebenberuflich!!!!!!! Zehntausend Ausrufezeichen dahinter, außer du hast Kohle für ein Jahr und brauchst ein bisschen Druck. Dann starte damit von mir aus sofort hauptberuflich.

Juliane: Cool! Super Abschlussstatement. Ich danke dir vielmals für diesen Aufruf, für diesen Tipp.

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Juliane im DIGITALFREI-Podcast

Sascha war nicht nicht nur bei uns im Podcast und hat über sein spannendes Projekt gesprochen, auch ich war bei ihm in seinem Podcast zu Gast und habe darüber gesprochen, warum mich nebenberufliches Gründen so fasziniert und wie wir damals unser Projekt rund um sidepreneur.de gestartet haben.

Hier kannst du dir das Interview anhören: #63 – JULIANE BENAD – SIDEPRENEURIN AUS LEIDENSCHAFT

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