08 Tag 8 der StartupSchool beim Media Lab Bayern

Hier kannst du dir den Facebook-Live-Mitschnitt von der Startup School anhören:

 

Media Recht und den Nachmittag für unser Projekt

Hallo und herzlich willkommen zu Tag 8. Heute war es ein trockenes Thema, nämlich Recht. Allerdings nur am Vormittag, sodass wir Input bekommen haben und am Nachmittag konnten wir an unserem Projekt weiterarbeiten.

 

Learnings zum Thema Recht

Heute Morgen ging es los, ich bin in aller Frühe aus Hamburg mit dem Zug losgefahren, um pünktlich um 10 Uhr hier in München zu sein, als das Rechtsthema startete. Die wichtigsten Learnings möchte ich euch jetzt mitteilen. Ein Hinweis gleich vorweg, wir sind keine Rechtsanwälte und dies stellt keine Rechtsberatung dar. Wir geben euch einfach nur unsere Erfahrungen wider und vielleicht ist es auch für euch interessant.

 

Firmenstrukturen der Teams

Wir haben eine Art AMA Session (Ask me anything) gemacht. Wir sind 8 Teams, die natürlich alle unterschiedlich strukturiert sind: mehrere Gesellschafter, viele Gesellschafter, UGs, GmbHs, GbRs, einige mit Mitarbeitern. Daher sind ganz unterschiedliche Gesichtspunkte zu beleuchten und da sind natürlich auch einige Fragen aufgekommen. Z. B. beim Thema GbR: Wenn zwei Personen, die Einzelunternehmer sind eine gemeinsame geschäftliche Absicht haben, sei es einen Blog aufsetzen, ein Nischenthema besetzen oder was auch immer, sind sie schon eine GbR, also eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts.

 

UG und GmbH

Weiterhin sind wir noch ein wenig auf die Abgrenzungen zwischen UG und GmbH eingegangen. Der Vorteil beider Gesellschaftsformen, die Kapitalgesellschaften sind ist, dass sie haftungsbeschränkt sind und zwar mit dem Kapital, was eingezahlt wurde. Bei der GmbH sind es 25.000 €, bei der UG ist es unterschiedlich. Es kommt darauf an, wieviel du/ihr einzahlen möchtet. Man hat Einsicht in das Handelsregister. Dort kann man sehen, wie viel Kapital in die UG eingezahlt wurde. Es wird unterstellt, wenn man eine UG gründet, dass die Absicht dahinter steht, irgendwann einmal eine GmbH daraus zu machen. Tonausfall für einige Sekunden. Bis man dieses Stammkapital komplett zusammen hat.

 

Einblick in die Kapitaleinlagen

Wichtige Geschäftspartner schauen, wie viel Kapital ihr selbst in die UG hinterlegt habt. Wenn nur wenig hinterlegt wurde z. B. 500 oder 1.000 €, dann kann euch unterstellt werden, dass ihr selbst nicht so richtig an eure Geschäftsidee glaubt und daher kein großes Risiko eingehen wollt. Es ergibt daher durchaus Sinn, mehr Kapital einzuzahlen, um ein besseres Standing zu haben.

 

Künstlersozialkasse

Ein weiteres Thema war die Künstlersozialkasse. Hier sollte man aufpassen, dass man als kleines Startup z.B. einen Freelancer gerade im Designbereich beauftragt, dass dieser kein Unternehmen hat, sondern auf Freelancer Basis unterwegs ist. Ansonsten würde sich die Künstlersozialkasse an euch wenden und für seine Mitglieder eine soziale Absicherung, also Beiträge fordern. Man muss also aufpassen und hinterfragen, ob der Freelancer vielleicht ein Unternehmen gründen kann bzw. wird. Die Künstlersozialkasse wendet sich an das Unternehmen, das den Künstler beauftragt hat und fordert 4,2 % vom Umsatzvolumen.

 

Markenrecht

Was haben wir noch besprochen? Markenrecht. Wir von Sidepreneur haben den Namen und die Marke schützen lassen. In Deutschland ist es so, dass Text und Kunst aber z.B. keine Ideen markenrechtlich geschützt werden können. 70 Jahre nach dem Tod des Urhebers wird der Schutz aufgehoben. Wenn man die Marke schützen lässt, steht manchmal das R oder TM für Trademark hintendran. Dies hat in Deutschland aber keine Relevanz. Es reicht, den Namen so zu veröffentlichen.

 

Abmahnungen

Zum Schluss haben wir noch über Abmahnungen gesprochen. Das war letztes Jahr ein großes Thema, als es um die DSGVO ging und, dass man Fehler im Impressum, in der Datenschutzerklären oder wo auch immer hat. Wie mit Abmahnungen umzugehen ist, auch wenn man z. B. Bildrechtsverletzung  begangen hat (Tonprobleme). Bei Nichtreaktion auf eine Abmahnung kommt es zu einer einstweiligen Verfügung. Wenn man auch hierauf nicht reagiert, kann das bis zum Gericht übergehen (einstweilige Verfügungen stellt das Amtsgericht aus. Dazu muss ein schriftlicher Antrag vorliegen. Möglicherweise fehlen hier aufgrund des Tonausfalls aber Hinweise). Uns wurde geraten, eine Abmahnung niemals im guten Glauben zu unterschreiben, nur um sie vom Tisch zu haben. Man sollte sich immer den Rat eines Rechtsanwalts und eine anwaltliche Beurteilung der Sachlage einholen. Viele Dinge, die in der Abmahnung geschrieben sind, sind schwammig oder umfassend formuliert, dass so ohne weiteres nicht unterschrieben werden darf. Daher immer Unterstützung einholen und niemals im Eifer des Gefechts etwas unterschreiben.

 

Xing New Work Award in Hamburg steht an

Nächste Woche ist ja in Hamburg in der Elbphilharmonie die Verleihung des Xing Awards. Wir haben noch einmal mit Presseleuten gesprochen und überlegt, wie wir das Thema presseseitig gut spielen können und haben noch ein paar Vorbereitungen getroffen.

 

Teambuilding Event für den kommenden Tag

Das war Tag 8 der Startup School. Morgen treffen wir uns schon ein wenig zeitiger, denn morgen geht es zu einem Offsite zu einem Teambildungevent. Wir 8 Teams fahren an den Ammersee und wir werden mal sehen was passiert, welche Übungen und Späße wir erleben werden und wie wir uns teammäßig verbinden und verbessern. Wir haben heute noch die Aufgabe bekommen, einen Persönlichkeitstest zu machen, um zu sehen, was für ein Typ man ist. Ich bin gespannt, was wir mit den Ergebnissen morgen machen und was wir erfahren werden.

 

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